Wirtschaft

In Texas stehen Windräder still Kältewelle könnte für RWE teuer werden

imago0113451781h.jpg

Teile der USA plagt derzeit ein schwerer Wintereinbruch, der zu massenhaften Stromausfällen geführt hat. Am schwersten betroffen ist der Bundesstaat Texas.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Auf dem Weg zum Ökostromkonzern ist RWE vom US-Markt abhängig. Doch die extreme Kälte in Texas könnte dem Unternehmen jetzt hundert Millionen Euro kosten. Wegen des Wintereinbruchs ist in dem Bundesstaat ein Teil der Windkraftanlagen außer Betrieb - und die Essener müssen für viel Geld zukaufen.

Wegen des extremen Wintereinbruchs in Teilen der USA rechnet der Energiekonzern RWE mit finanziellen Einbußen in dreistelliger Millionenhöhe. Im US-Bundesstaat Texas sei ein Teil der RWE-Windkraftanlagen aufgrund von Vereisungen und Netzproblemen außer Betrieb, teilte der Essener Konzern mit. Derzeit konzentriere man sich darauf, die betroffenen Windturbinen wieder in Gang zu bringen. Dazu wirke sich das extreme Wetter auf die Strompreise aus.

RWE
RWE 31,94

Da RWE einen Teil der Produktion aus den Windkraftanlagen im Voraus verkauft habe, müsse der Konzern nun "zu außergewöhnlich hohen Preisen" Strommengen zukaufen, um seine Lieferverpflichtungen zu erfüllen, heißt es. Die hohe Nachfrage in Kombination mit der geringen Produktion habe die Einkaufspreise steigen lassen. Insgesamt erwartet RWE wegen der aktuellen Lage, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Segments Onshore Wind/Solar im laufenden Jahr mit einem niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag belastet werde, heißt es.

Die RWE-Aktie gab am Vormittag rund zwei Prozent nach. Analysten betonten aber, dass es sich bei den Einbußen um einmalige Effekte handele. Der US-Strommarkt ist für RWE von großer Bedeutung. Der Konzern baut seine Erzeugungskapazität dort kontinuierlich aus. Im vergangenen Monat haben die Essener ihren 26. und 27. US-Windpark in Betrieb genommen. Auf die USA entfällt mittlerweile mehr als ein Drittel der Gesamtkapazität des Unternehmens im Bereich der erneuerbaren Energien.

Teile der USA plagt derzeit ein schwerer Wintereinbruch, der zu massenhaften Stromausfällen geführt hat. Am schwersten betroffen ist der Bundesstaat Texas im Süden des Landes. Das Stromnetz in dem Bundesstaat war knapp an einem folgenschweren Komplett-Zusammenbruch vorbeigeschrammt. Der Chef des Stromnetzbetreibers Ercot, Bill Magness, erklärte, es sei um "Sekunden und Minuten" gegangen, weshalb das Netz rasch durch kontrollierte Unterbrechungen der Stromversorgung entlastet werden musste.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.