Wirtschaft

Golf-Allianz hält Druck aufrecht Katars Devisenreserve schrumpft drastisch

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Es wird enger für Katars Emir Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani.

dpa

Die Sanktionen gegen Katar zeigen Wirkung. Die Devisenreserven des kleinen Golf-Emirats verringern sich. Die vier sanktionierenden Staaten zeigen sich unnachgiebig und erneuern ihre Forderungen.

Katar bekommt die von anderen Staaten der Region auferlegten Sanktionen wirtschaftlich zu spüren. Die internationalen Währungsreserven des Golfemirats fielen auf den tiefsten Stand seit mindestens fünf Jahren. Im Juni brachen die Devisenbestände um 10,4 Milliarden Dollar auf 24,4 Milliarden Dollar ein, wie aus Daten der Zentralbank hervorgeht.

Wegen des Vorwurfs der Terrorismusunterstützung brachen Saudi-Arabien, Ägypten, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain Anfang Juni ihre diplomatischen Verbindungen zu Katar ab. Die Staaten forderten das kleine aber reiche Wüstenemirat unter anderem auf, Terrorismus zu bekämpfen, die Beziehungen zum schiitischen Iran zurückzufahren und seinen TV-Sender Al-Dschasira zu schließen. Sie werfen Katar vor, Terrorgruppen zu unterstützen. Katar weist die Vorwürfe von Terrorunterstützung zurück.

Erst wenn Katar auf die insgesamt 13 Forderungen der Allianz eingehe, könne ein Dialog über die Lockerung der Sanktionen beginnen, sagte Ägyptens Außenminister Sameh Schukri in Bahrain. Die Außenminister von Ägypten, Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten machten nach einem Treffen deutlich, dass es aus ihrer Sicht keinen Spielraum für Kompromisse gebe.

"Die Krise ist von großer Bedeutung für die Stabilität der Region", sagte Bahrains Außenminister Chalid bin Ahmed Al Chalifa. Angesichts der Weigerung Katars, auf die Forderungen einzugehen, sei er aber derzeit nicht optimistisch, dass die Krise schnell beendet werden könne.

Quelle: n-tv.de, rpe/dpa/rts

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