Bei Zulassung nach NeujahrKaufprämie für neue E-Autos soll rückwirkend gewährt werden

Die Ampelregierung streicht 2023 die E-Auto-Kaufprämie, jetzt soll es ein Comeback geben. Ungefähr 800.000 Neuanschaffungen will Umweltminister Schneider fördern. Bis die Anträge gestellt werden können, dauert es aber noch.
Bestimmte Autokäufer in Deutschland können für in diesem Jahr neu zugelassene E-Autos auf eine neue Kaufprämie bauen. Sie soll rückwirkend für E-Autos gelten, die seit dem Jahreswechsel neu zugelassen wurden, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. Je nach Einkommen, Familienstand und weiteren Kriterien sollen demnach Zuschüsse zwischen 1500 und 6000 Euro möglich sein.
"Die Mittel reichen für geschätzt 800.000 Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider der Zeitung. Er sehe das Programm als Anschub für die heimische Branche, die starke Elektroautos im Angebot habe, sagte der SPD-Politiker.
Union und SPD hatten sich im vergangenen Jahr auf neue milliardenschwere Kaufanreize geeinigt, die insbesondere Haushalten mit kleinem und mittlerem Einkommen zugutekommen sollen. Für Familien mit Kindern soll es demnach mehr Geld geben. Die festgelegte Einkommensgrenze liegt bei 80.000 Euro zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen.
Bis Autokäuferinnen und -käufer die neue Prämie bekommen, könnten noch einige Monate vergehen. Es müsse erst ein entsprechendes Portal freigeschaltet werden, heißt es in der "Bild"-Zeitung. Anträge könnten voraussichtlich ab Mai gestellt werden.
Geplant ist, dass Schneider am Morgen Details zur Neuauflage der Kaufprämie vorstellt. Eine frühere Prämie für elektrische Pkw hatte die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP Ende 2023 abrupt eingestellt, um Haushaltslöcher zu stopfen.