Wirtschaft

Viele russische Urlauber in Türkei Lawrow bringt Aeroflot-Aktie in Nöte

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Nachdem Lawrow von Reisen in die Türkei abrät, geben die Aktien der russischen Airline Aeroflot deutich nach.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Ton wird rauer zwischen Russland und der Türkei nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets. Russlands Außenminister Lawrow warnt seine Landsleute nun vor Urlaubsreisen in die Türkei. Zu spüren bekommt das auch die russische Airline Aeroflot.

Die Aktienmärkte weltweit taumeln nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Luftwaffe der Türkei über dem syrisch-türkischen Grenzgebiet. Besonders betroffen sind die Börsen in Moskau und Istanbul, die beide bis zu vier Prozent nachgeben. Die wirtschaftlichen Verbindungen beider Länder sind sehr eng, Russland ist zum Beispiel der drittgrößte Lieferant für die Türkei - hauptsächlich bestehen die Importe aus Erdgas.

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Russland und die Türkei sind aber auch auf dem Gebiet des Tourismus eng miteinander verflochten. In den Jahren 2013 bis 2014 kam der größte Anteil der Türkei-Urlauber aus Russland. Zwar hat der Strom russischer Touristen in diesem Jahr im Zuge der aktuellen Rezession etwas nachgelassen. Dennoch stellen Russen mit 3,3 Millionen oder 11 Prozent immer noch den zweitgrößten Anteil an Touristen in der Türkei - nach Deutschland.

Erste Reisebüros streichen Türkei-Reisen

Unter Druck geraten auch die Aktien der russischen Luftlinie Aeroflot: Diese büßen fast fünf Prozent ein, nachdem der russische Außenminister Sergej Lawrow vor Urlaubsreisen in das bei Russen beliebte Touristenland Türkei gewarnt hatte. Dort sei die Terrorgefahr nicht niedriger als in Ägypten, sagte der Chefdiplomat, der sein eigenen, für Mittwoch geplanten Türkei-Besuch verschoben hat.

Russland hatte vor kurzem alle Flugverbindungen in das Land am Roten Meer eingestellt. Offizieller Anlass war ein Anschlag auf eine russische Passagiermaschine. Eine Sprecherin des Tourismusverbands in Moskau sagte, derzeit könnten sich etwa 10.000 russische Urlauber in der Türkei aufhalten. Ein erstes russisches Reisebüro strich bereits Reisen in die Türkei.

Quelle: ntv.de, kst/dpa

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