Gleichzeitige Pause ab Montag LinkedIn gibt allen Mitarbeitern Urlaub
03.04.2021, 10:37 Uhr
LinkedIn hat in Deutschland, Österreich und der Schweiz 16 Millionen Nutzer.
(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)
Wie viele andere Unternehmen schickt auch LinkedIn seine fast 16.000 Angestellten mit Beginn der Corona-Pandemie ins Homeoffice. Fast ein Jahr später sind viele erschöpft. Um einen Burnout zu verhindern, gewährt das Karriere-Netzwerk allen eine Woche Urlaub - gleichzeitig.
Das Karriere-Netzwerk LinkedIn schickt seine Belegschaft für eine Woche in den Urlaub. Wie das US-Unternehmen mitteilt, haben fast alle der 15.900 Vollzeit-Beschäftigten ab kommendem Montag eine Woche frei, um sich nach mehr als einem Jahr im Corona-Homeoffice zu erholen und einen Burnout zu verhindern. Nur eine kleine Mannschaft soll den Betrieb aufrechterhalten und dann später eine Auszeit nehmen.
"Es hat etwas Magisches, wenn die ganze Firma zur selben Zeit eine Pause macht", erklärte das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Sunnyvale auf Nachfrage. Das Beste daran sei, bei der Rückkehr zur Arbeit keine Flut unbeantworteter interner E-Mails vorzufinden.
LinkedIn und viele andere US-Technologie-Unternehmen hatten ihre Angestellten schon kurz nach Beginn der Corona-Pandemie ins Homeoffice geschickt. LinkedIn erwartet seine Beschäftigten erst ab September zurück in den Büros. Sie sollen aber weiterhin die Hälfte ihrer Arbeitszeit im Homeoffice ableisten dürfen. Twitter hat seinen Beschäftigten bereits freigestellt, dauerhaft von zu Hause aus zu arbeiten.
LinkedIn ist mit über 740 Millionen Nutzern nach eigenen Angaben das größte Karriere-Netzwerk der Welt und ein Konkurrent des deutschen Angebots Xing. Seit 2016 gehört es zum Microsoft-Konzern, der es für gut 25 Milliarden US-Dollar kaufte, um mit der Übernahme in den umkämpften Markt der Online-Netzwerke einzusteigen. Europaweit hat LinkedIn 206 Millionen Nutzer, davon kommen 16 Millionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. In den USA nutzen 165 Millionen Menschen das Netzwerk.
Quelle: ntv.de, chr/AFP