Wirtschaft

Mit 89 Jahren gestorbenLogistikmilliardär Klaus-Michael Kühne ist tot

24.08.2026, 10:32 Uhr
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Klaus-Michael Kühne investierte in unterschiedlichste Bereiche. (Foto: picture alliance/dpa)

Klaus-Michael Kühne war einer der reichsten Deutschen. Der Milliardär starb nun Berichten zufolge mit 89 Jahren. Sein Vermögen soll an eine Stiftung übergehen.

Der Logistikmilliardär Klaus-Michael Kühne ist tot. Der gebürtige Hamburger starb im Alter von 89 Jahren an seinem Wohnsitz in der Schweiz, wie sein Unternehmen Kühne+Nagel bestätigte. "Mit dem Tod von Klaus-Michael haben wir einen Visionär, einen großartigen Unternehmer und eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren. Unsere Gedanken sind bei seiner Witwe Christine Kühne. Der Vorstand und das gesamte Unternehmen werden das Andenken an Klaus-Michael Kühne mit größtem Respekt und Dankbarkeit in Ehren halten", erklärte. Jörg Wolle, Vorstandsvorsitzender der Kühne+Nagel International AG.

Über die Kühne Holding gehörten ihm 53 Prozent Anteile an der Logistikfirma Kühne+Nagel, dem weltweit größten Unternehmen für Luft- und Seefracht. Sein Großvater hatte die Firma gegründet.

Darüber hinaus hatte er etliche weitere Beteiligungen in seinem Portfolio. Dazu zählen unter anderem Anteile an dem Chemielogistiker Brenntag, dem Transportunternehmen Flixbus oder der Lufthansa. Seit 2022 war er größter Einzelaktionär bei der Fluggesellschaft. Zudem hielt er auch 30 Prozent der Anteile an der Reederei Hapag-Lloyd.

Kühne zählte zu den reichsten Deutschen

Sein Vermögen wird auf bis zu 36 Milliarden Euro geschätzt. Damit war er einer der reichsten Deutschen. Nach seinem Tod soll dieses an die von ihm gegründete Kühne-Stiftung übergehen.

Neben seinen unternehmerischen Tätigkeiten trat er auch wiederholt als Mäzen beim Hamburger Sport-Verein auf. Dem mitunter klammen Klub ließ er wiederholt Geldspritzen zukommen zur Finanzierung von Transfers und erwarb Anteile an der ausgegliederten Profi-Abteilung der Hanseaten. Insgesamt soll er rund 100 Millionen Euro in den Verein investiert haben.

Unter anderem in Hamburg trat Kühne auch als Mäzen im Kulturbereich auf. Die Kühne-Stiftung ist der maßgebliche Finanzier einer neuen Oper, die in der Hafencity entstehen soll und für die Kosten von rund 500 Millionen Euro veranschlagt werden. Durch die Stiftung wurden darüber hinaus auch etliche weitere Kulturveranstaltungen in der Hansestadt und darüber hinaus gefördert.

Quelle: ntv.de, lme

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