Wirtschaft

Bei Eurowings droht neuer Ärger Mallorca-Piloten fordern mehr Geld

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Ein Eurowings-Flieger startet vom Flughafen Palma de Mallorca.

(Foto: REUTERS)

Für die mallorquinischen Eurowings-Beschäftigten gelten nicht die gleichen Tarifbedingungen wie für andere Kollegen. Das sorgt für Unmut. Nun stocken die Gespräche zwischen Gewerkschaft und Lufthansa-Tochter. Das könnte Folgen für Mallorca-Urlauber haben.

Die spanische Pilotenvereinigung SEPLA warnt wegen stockender Gehaltsverhandlungen bei Eurowings-Beschäftigten auf Mallorca vor einer Eskalation. Nach monatelangen Gesprächen seien die Fronten zwischen den Piloten und der Lufthansa-Billigtochter verhärtet, ließ sie mitteilen. Vor einem Verhandlungstermin am 27. Juni herrsche große Unruhe in der Belegschaft.

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Wenn das Verhandlungsfinale nicht positiv verlaufe, stehe den Urlaubern "eine ungewisse An- und Abreise" auf die Insel bevor, warnte SEPLA, ohne konkreter zu werden. Schon bei einem geplanten Treffen zwischen Flugpersonal und Geschäftsführung am 6. Juni sei kein einziger Pilot oder Flugbegleiter in den Tagungsräumen erschienen.

Anders als bei den deutschen und österreichischen Kollegen gebe es für Piloten und Flugbegleiter der Eurowings-Station Palma de Mallorca keine Tarifverträge, so SEPLA. Arbeitszeitbegrenzungen, Ruhezeitenregelungen und soziale Absicherung fehlten. Dazu komme eine Vergütung, die deutlich unter denen der Tarif-Kollegen liege. "Eine Schlechterstellung unserer Konditionen zu vergleichbaren Mitbewerbern auf dem Markt, sowie in der Eurowings Gruppe, ist nicht akzeptabel", hieß es in einem Brief der Belegschaft an die Geschäftsleitung.

Schon am Montag hatte die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo der Lufthansa mit einer Eskalation gedroht. Die Gewerkschaft warf der Fluggesellschaft vor, "jedes Gespräch mit der Kabinengewerkschaft konzernweit" abzulehnen. Insbesondere bei Eurowings spitze sich der Konflikt nun zu. Ufo will am Donnerstag die Öffentlichkeit über weitere Schritte informieren.

Ufo hatte Tarifverträge mit der Lufthansa gekündigt und drei Monate vor Ende der Friedenspflicht per 30. Juni mit einem Streik des Kabinenpersonals im Sommer gedroht. Lufthansa hatte die Kündigungen jedoch nicht anerkannt. Eine Konzernsprecherin betonte, man stehe weiter zur Tarifpartnerschaft.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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