Wirtschaft

PR-Aktion zum Weltfrauentag McDonald's stellt sich auf den Kopf

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McDonald's stellt zum Internationalen Weltfrauentag sein Logo um.

Aus dem Whiskey Johnnie Walker wird Jane Walker. Die Drogerie Rossmann wird zu Rossfrau. Ja, es ist wieder Weltfrauentag. Auch McDonald's zeigt sich frauenaffin und dreht sein Logo um. Im Netz muss der Konzern dafür auch Häme ertragen.

W wie "Women" statt M wie "Men" - zum Internationalen Weltfrauentag dreht McDonald's sein weltbekanntes, goldenes Logo um 180 Grad. Mit der Aktion möchte der Fast Food-Anbieter für Gleichberechtigung werben - und für sich selbst. Auf seiner Homepage und in den sozialen Netzwerken ist das gelbe Firmenzeichen auf den Kopf gestellt.

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Eine Filiale geht sogar noch weiter: Im kalifornischen Lynwood sind sämtliche Logos an der Außenfassade ummontiert und die markanten Bögen umgedreht worden. Auch die Uniformen des Personals und die Burger-Verpackungen tragen das goldene "W". Die Auswahl der Filiale ist kein Zufall: Sie wird seit drei Jahrzehnten von einer Frau und ihren Töchtern geführt. An der Aktion beteiligen sich Hunderte US-Filialen.

Auf dem Weg zur Gleichstellung von Frauen und Männern sei zwar noch viel zu tun, so Pressesprecherin Laura Altmin. Allerdings wies sie gegenüber dem Nachrichtensender "CNBC" auf das bereits Erreichte hin: "Wir haben in der Vergangenheit immer Frauen in der Arbeitswelt unterstützt, haben ihnen die Möglichkeit gegeben, zu wachsen und ihre Ziele zu erreichen." Zur Einordnung: In Deutschland sind nach Unternehmensangaben 45 Prozent des Restaurant-Managements und 52 Prozent der Crew-Mitglieder Frauen. Auf Vorstandsebene beträgt der Frauenenteil 40 Prozent und ist damit höher als bei den 30 im Leitindex Dax gelisteten deutschen Konzernen.

In Deutschland ist das umgedrehte Logo nur in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Twitter zu sehen. Die Reaktionen reichen dort von Lob über Kritik zu Spott. Einiger Nutzer schlagen beispielsweise vor, das "M" auf die Seite zu legen. So sei es genderneutral.

In Sachen Frauenfreundlichkeit ist bei McDonald's derweil durchaus Luft nach oben. So führte im Schweizer Bellinzona der Leiter einer Filiale die Schminkpflicht ein: Mitarbeiterinnen durften nicht ohne Make-up, Lidschatten und Lippenstift zur Arbeit erscheinen. Nachdem sich die McDonald's-Zentrale einschaltete, wurde die Schminkpflicht wieder aufgehoben.

Quelle: n-tv.de, tje

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