Wirtschaft

Zahl der Arbeitslosen sinkt Merkel sieht "Zeichen der Erholung"

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"Die Zahl der Arbeitslosen sinkt und liegt wieder unter dem Stand des Vorjahres", betonte die Kanzlerin.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Während sich die Corona-Infektionslage in Deutschland weiter entspannt, stabilisiert sich auch die Wirtschaft. Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht von immer deutlicheren Zeichen der Erholung". Das macht sich nicht nur im Einzelhandel bemerkbar.

Bundeskanzlerin Angela Merkel von der CDU hat angesichts der günstigeren Corona-Infektionslage ein positives Bild der Wirtschaftslage in Deutschland gezeichnet. "Inzwischen sehen wir immer deutlichere Zeichen der Erholung", sagte Merkel in einem Grußwort zur Verabschiedung des bisherigen Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer. "Die Zahl der Arbeitslosen sinkt und liegt wieder unter dem Stand des Vorjahres", betonte die Kanzlerin. "Auch die Zahl der Kurzarbeiter ist erstmals seit Beginn des zweiten Lockdowns wieder gesunken."

Dies liege natürlich an den Konjunkturdaten, so stiegen auch im Einzelhandel die Umsätze wieder. "Insgesamt konnten die Wachstumserwartungen für Deutschland für dieses und das nächste Jahr zuletzt wieder weiter nach oben korrigiert werden", konstatierte Merkel. "Die derzeit deutlich sinkenden Infektionszahlen machen Mut und zeigen, wie sehr unsere Maßnahmen und Verhaltensregeln wirken." Dies gelte auch für den Einsatz der Unternehmen, die mit Homeoffice und regelmäßigem Testen wesentlich hierzu beitrügen.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD lobte die Rolle des DIHK unter anderem beim Kohlekompromiss. "Deutschland hat seine finanzielle Stärke gut genutzt und die Wirtschaft stabilisiert", erklärte er mit Blick auf die Corona-Krise. "Wir sind besser durch die Krise gekommen als viele andere. Jetzt geht es wieder aufwärts." Allerdings habe man in der Pandemie gesehen, wo es hakt.

"Dynamisch loslegen"

So sei Deutschland bei der Digitalisierung noch längst nicht vorn und das komplexe staatliche Gefüge manchmal zu langsam. Mit Blick auf den Klimawandel machte er sich für eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Wasserstofftechnologie stark. "Mit dem Aufbau der Infrastruktur müssen wir jetzt sehr dynamisch loslegen", forderte Scholz. Die notwendigen Leitungen müssten jetzt geschaffen werden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier von der CDU betonte bei derselben Veranstaltung, den Weg zur Klimaneutralität werde man so gehen, "dass die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft keinen Schaden nimmt". Altmaier würdigte die Verdienste des scheidenden DIHK-Präsidenten: "Er war immer eine klare und authentische Stimme der deutschen Wirtschaft, gerade der mittelständischen Wirtschaft, auf die wir in Deutschland zu Recht stolz sind." Auf die Zusammenarbeit mit dem neuen DIHK-Präsidenten Peter Adrian freue er sich. "Peter Adrian ist eine hervorragende Wahl", sagte er.

Quelle: ntv.de, can/DJ

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