Wirtschaft

Rekorddeal mit Videospielfirma Microsoft übernimmt Activision Blizzard

Activision Blizzard gehört zu den ganz großen Namen im Videospielgeschäft. Damit weckt der Hersteller von Spielen wie "Call of Duty" offenbar das Interesse von Microsoft. Der Software-Riese will auf dem wachsenden Markt mithalten und greift nun tief in die Tasche.

Microsoft übernimmt in einem fast 70 Milliarden Dollar schweren Deal den großen Videospieleanbieter Activision Blizzard. Der Software-Riese, der hinter der Xbox-Spielekonsole steht, sichert sich damit populäre Spiele wie "Call of Duty", "World of Warcraft" und "Candy Crush".

Activision Blizzard
Activision Blizzard 76,80

Microsoft bietet 95 Dollar je Aktie von Activision Blizzard - ein kräftiger Aufpreis auf den Schlusskurs von 65,39 Dollar am vorherigen US-Handelstag am Freitag. Die Spielefirma werde damit insgesamt mit 68,7 Milliarden Dollar (60,4 Milliarden Euro) bewertet, wie Microsoft mitteilte.

Damit handelt es sich um den größten Deal in der Branche überhaupt. "Dieser Kauf wird das Wachstum von Microsofts Spiele-Geschäft in den Bereichen mobil, PC, Konsole und Cloud beschleunigen", erklärte Microsoft. Die Nachfrage nach Videospielen hat seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich zugenommen.

Der bisherige Chef von Activision Blizzard, Bobby Kotick, solle weiter an der Spitze der Spielefirma blieben, hieß es. Kotick war in den vergangenen Monaten nach Vorwürfen von sexueller Belästigung und Diskriminierung gegen Manager des Unternehmens in die Kritik geraten. Im Zuge von Ermittlungen wurden 37 Mitarbeiter entlassen, wie Activision Blizzard am Montag mitteilte. 44 weitere hätten eine schriftliche Verwarnung bekommen. Beschäftigte forderten den Rücktritt von Chef Kotick.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa/rts/AFP

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