Wirtschaft

Kaufkraft ist Garant für Aufschwung Mini-Inflation treibt Löhne an

ARCHIV - Banknoten von 50, 20 und 10 Euro, liegen am 29.09.2010 in Magdeburg. Foto: Jens Wolf/dpa (zu dpa

Die Löhne legten im Durchschnitt so stark zu wie in den vergangenen Jahren auch.

(Foto: dpa)

Die Reallöhne in Deutschland steigen. Doch das dicke Plus geht nicht allein auf gestiegene Verdienste zurück, sondern vor allem auf den geringen Anstieg der Verbraucherpreise. Ohne die Mini-Inflation sähe es ganz anders aus.

Die Reallöhne in Deutschland sind im vergangenen Jahr wegen der niedrigen Inflation das dritte Jahr in Folge gestiegen. Sie lagen laut Statistischem Bundesamt um 1,8 Prozent über dem Niveau von 2015. Das ist zwar ein geringeres Plus als in dem Jahr (plus 2,4 Prozent), aber immer noch der zweithöchste Wert seit Beginn dieser Statistik 2008.

Ausschlaggebend für die Entwicklung im vergangenen Jahr war den Statistikern zufolge die geringe Inflationsrate: Die Verbraucherpreise hätten um 0,5 Prozent zugelegt, "deutlich geringer als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre" mit 1,0 Prozent, so die Statistiker.

Dafür sorgten vor allem geringere Energiepreise. Verbraucher mussten weniger an der Tankstelle und fürs Heizen zahlen. Die Nominallöhne legten mit 2,3 Prozent dagegen genauso stark zu wie im Schnitt der vergangenen Jahre.

Die steigende Kaufkraft der Beschäftigten ist ein Garant für den Aufschwung in Deutschland. 2016 wuchs das Bruttoinlandsprodukt mit 1,9 Prozent so stark wie seit fünf Jahren nicht mehr. In diesem Jahr dürften die Reallöhne wegen einer steigenden Inflation langsamer zulegen. Im Januar kletterte die Teuerungsrate auf 1,9 Prozent.

Quelle: ntv.de, cas/rts/AFP/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen