Wirtschaft

Optiker macht Pläne offiziell Mister Spex strebt an die Börse

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Der Berliner Online-Optiker Mister Spex betreibt auch eigene Läden in zehn Ländern.

(Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Joko)

Mit Brillen, Kontaktlinsen und Sehtests verdient Mister Spex Millionen. Nun will der Online-Optiker noch mehr Geld einsammeln. Dem Beispiel mehrerer Startups folgend peilt das Berliner Unternehmen den Börsengang an.

Der Online-Optiker Mister Spex will bis Ende September auf das Frankfurter Börsenparkett. Das gab das in Berlin ansässige Unternehmen offiziell bekannt. Der Börsengang werde voraussichtlich neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung und bestehende Aktien von Altaktionären umfassen.

Das 2007 gegründete Startup strebt der Mitteilung zufolge einen Bruttoemissionserlös aus dem Verkauf der neuen Aktien von mindestens 225 Millionen Euro an. Mit dem Geld will der Vorstand das Wachstum beschleunigen und die internationale Expansion vorantreiben. Zudem wolle die Firma das Geld in die Rückführung eines Überbrückungskredits stecken. Der Börsengang in Frankfurt am Main soll den Angaben zufolge im dritten Quartal erfolgen. Mit den Plänen vertraute Personen hatten bereits Ende April gesagt, dass Mister Spex dabei mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet werden könnte.

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Das Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern verkauft Brillen und -gläser sowie Kontaktlinsen über das Internet und arbeitet für Sehtests mit stationären Optikern zusammen. Inzwischen betreibt Mister Spex nach eigenen Angaben Online-Shops in zehn Ländern sowie mehr als 40 Geschäfte in Deutschland, Österreich und Schweden, dazu kommen rund 400 Partneroptiker. Im vergangenen Jahr kletterte der Umsatz um 18 Prozent auf 164 Millionen Euro bei einem Bruttogewinn von 81 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis legte im gleichen Zeitraum noch deutlicher auf 7 Millionen Euro zu.

Zu den Eigentümern des Unternehmens gehören Investoren wie Goldman Sachs, DN Capital, Scottish Equity Partners und XAnge. Mister Spex reiht sich in die Riege vieler deutscher Internet- und Tech-Unternehmen ein, die an die Börse streben. Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 hat es schon geschafft, auch der Linux-Softwareanbieter Suse. Der Zalando-Konkurrent About You bereitet sich ebenso darauf vor wie der Leuchtenhändler Lampenwelt und die Sprachlern-App Babbel.

Quelle: ntv.de, cri/rts/dpa

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