Wirtschaft

Hacker wollen Geschäftsideen Mittelständler von Cyber-Attacken bedroht

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(Foto: REUTERS)

Die deutschen Sicherheitsbehörden warnen kleine und mittelständische Unternehmen ausdrücklich: Sie seien zu schlecht gegen Hackerangriffe aus dem Ausland geschützt. Ein großes Risiko, das die Firmen viel Geld kosten könnte.

Deutsche Sicherheitsbehörden halten mittelständische Unternehmen für schlecht geschützt gegen Hackerangriffe und warnen vor Wirtschaftsspionage von Geheimdiensten aus dem Ausland. "Kleine und mittelständische Unternehmen sind sich nicht immer hinreichend bewusst, dass an ihren Geschäftsideen nicht nur Konkurrenten interessiert sind, sondern auch ausländische Nachrichtendienste", sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. So stellten nachrichtendienstliche Angriffe eine nicht unerhebliche Gefahr für den Erfolg deutscher Unternehmen dar.

"Sorge bereiten immer mehr großangelegte Cyberangriffe. Auf diesem Wege können Informationen in bisher ungeahntem Ausmaß und von unschätzbarem Wert für das Unternehmen ungewollt abfließen", sagte Maaßen. Viele Unternehmen investierten viel Geld in die Entwicklung neuer Produkte und Qualifizierung ihrer Mitarbeiter. "Häufig auf der Strecke bleibt jedoch der Schutz vom Know-how, das sich jedes Unternehmen erarbeitet hat."

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hält die Lage für kleinere und mittlere Unternehmen ebenso für kritisch. Bisher handele es sich aus Sicht vieler Unternehmen noch um ein Tabuthema, kritisiert BSI-Präsident Arne Schönbohm in der FAZ. "Wir brauchen einen offeneren Umgang mit den Gefahren und Fakten."

Schönbohm geht von einem Schadenpotential von 50 Milliarden Euro im Jahr aus. "In der Kriminalstatistik tauchen aber vielleicht 100 Millionen auf. Da ist der Schaden durch Fahrraddiebstähle höher. Sie können mit Unternehmern sprechen, viele haben das bereits erlebt, angezeigt wird das noch viel zu wenig", sagte der BSI-Chef.

Quelle: n-tv.de, kpi

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