Wirtschaft

Hohe Abschreibungen Moeller-Maersk rutscht in die Verlustzone

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Die Frachtraten ziehen wieder an. Davon profitiert auch Moeller-Marsk.

(Foto: dpa)

Die Containerschifffahrt erholt sich angesichts einer wieder anziehenden Weltwirtschaft. Doch die dänische Gruppe Moeller-Maersk muss im zweiten Quartal erstmal die Bücher bereinigen. Und so steht unter dem Strich völlig unerwartet ein Minus.

Die dänische Unternehmensgruppe A.P. Moeller-Maersk hat das zweite Quartal nach einer massiven Wertberichtigung überraschend mit einem Verlust abgeschlossen. Das Konglomerat mit der weltgrößten Containerreederei Maersk Line warnte zugleich vor einer künftigen Ergebnisbelastung als Folge der Cyber-Attacken im Juni, bestätigte allerdings die Jahresprognose.

Im abgelaufenen Quartal musste das Unternehmen 732 Millionen Dollar auf Tankschiffe und Terminals abschreiben. Grundsätzlich verbesserte sich die Situation im Reedereigeschäft jedoch. Der globalen Wirtschaft geht es gut", sagte Firmenchef Sören Skou. In der Gruppe verbuchte A.P. Moeller-Maersk im zweiten Quartal einen Nettoverlust von 269 Millionen Dollar nach einem Überschuss von 101 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 8 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar.

Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen weiter mit einem bereinigten Gewinn, der über dem Vorjahreswert von 711 Millionen Dollar liegt. Das gelte trotz der Ergebnisbelastung aus der Petya-Cyberattacke, die das Unternehmen mit 200 Millionen bis 300 Millionen Dollar im dritten Quartal erwartet. Der Trojaner hatte im Juli für einige Wochen für ein geringeres Geschäftsvolumen gesorgt.

Die geplante Übernahme der deutschen Reederei Hamburg Süd von der Oetker-Gruppe kommt wie erwartet voran. Der Abschluss werde im vierten Quartal erwartet. Offen ist weiter die Zukunft des Energiegeschäfts. Eine Entscheidung soll allerdings wie angekündigt noch vor dem Jahresende fallen. Die vier Sparten des Bereichs - Maersk Oil, Maersk Drilling, Maersk Supply Service und Maersk Tankers - werden nach früheren Angaben entweder Teil der Maersk-Gruppe bleiben oder als Joint Venture, durch Verkäufe oder per Einzellisting abgespalten.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ/rts