Wirtschaft

Mehr Windenergie für Deutschland Netzagentur plant vierte Stromautobahn

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Der Anteil an Ökostrom im deutschen Stromnetz soll steigen - mithilfe einer vierten Stromautobahn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Anteil von Ökostrom soll in Deutschland bis 2030 deutlich steigen. Deshalb plant die Bundesnetzagentur eine vierte Stromautobahn, die die Windenergie von Norden gen Süden weiterleiten soll. Doch es gibt auch erhebliche Widerstände gegen das Projekt.

Deutschlands Windenergie soll nach dem Willen der Bundesnetzagentur (BNetzA) über eine vierte Stromautobahn vom Norden in den Süden übertragen werden. Eine Gleichstrom-Verbindung zwischen Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen (NRW) sei erforderlich, teilte die Regulierungsbehörde mit. Die Behörde hatte einen Vorschlag der Netzbetreiber geprüft. Dieser sah vor, eine zusätzliche Trasse von Schleswig-Holstein bis nach Baden-Württemberg zu bauen. Die Netzagentur ist aber für eine kürzere Strecke nur bis NRW. Zudem plädiert die Behörde für den Ausbau von Wechselstromverbindungen, also kleineren Leitungen.

Der Streckenkorridor für die neue Stromautobahn geht von Heide in Schleswig-Holstein über das niedersächsische Wilhelmshaven bis nach Polsum und Uentrop in NRW. Der genaue Streckenverlauf zwischen diesen Orten ist noch unklar - er wird erst in einem späteren Verfahren festgelegt, das dauert noch lange. Nach Wunsch der Netzbetreiber sollte die Trasse bis nach Altbach in Baden-Württemberg gehen, was die Netzagentur aber ablehnte.

Ökostrom entsteht vor allem an Küsten

Bis 2030 soll der Ökoanteil im deutschen Stromnetz von derzeit 38 auf 65 Prozent steigen. Ein Großteil davon entsteht im windreichen Norden mit seinen Küsten. Derzeit sind drei große Stromtrassen in Deutschland in Planung, welche den Ökostrom vom Norden in den industriell geprägten Süden und Westen der Republik bringen sollen: "Suedlink", "Suedostlink" und "Ultranet"/"A-Nord".

Die Vorhaben lösen in der örtlichen Bevölkerung mitunter starke Widerstände aus. Die Bonner Behörde startete eine Konsultation des Netzentwicklungsplans, Firmen, Verbände und Vertreter der Zivilgesellschaft können sich bis Mitte Oktober zu Wort melden. Bis Jahresende will die Regulierungsbehörde den Plan festlegen. Auf dessen Basis wiederum soll der Bundesgesetzgeber den Leitungskorridor in ein Gesetz aufnehmen. Ist er hierin verankert, muss die neue Stromautobahn gebaut werden.

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Quelle: n-tv.de, pvt/dpa

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