Wirtschaft

Dieselskandal zieht weite Kreise Neue Razzien bei Audi-Ingenieuren

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In Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz durchsuchte die Polizei die Wohnungen von mehreren Verdächtigen.

(Foto: picture alliance / Christoph Sch)

Im Zuge der Ermittlungen wegen Abgasmanipulationen in den USA durchsucht die Polizei nun die Wohnungen von Audi-Mitarbeitern in drei Bundesländern - unter ihnen mehrheitlich "einfache Ingenieure", wie es heißt. Die Zahl der Tatverdächtigen wächst auf 13.

Im Dieselskandal bei Audi ist die Staatsanwaltschaft München zu Durchsuchungen bei weiteren Beschuldigten ausgerückt. Es seien Privaträume in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz durchsucht worden, sagte eine Behördensprecherin und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Es handelte sich um eine zweite Razzia. Bei einer ähnlichen Dursuchungsaktion im vergangenen März hatten Ermittler unter anderem in Räumlichkeiten an zwei Audi-Standorten nach Beweisen zur Diesel-Affäre gesucht.

Unter den neuen Verdächtigen sei allerdings niemand aus dem oberen Management, wie die Sprecherin sagte. Größtenteils handle es sich um "einfache Ingenieure". Die Zahl der Beschuldigten in dem Verfahren wegen strafbarer Werbung und Betrugs sei von zuletzt sechs auf nunmehr 13 Personen ausgeweitet worden. Aktuelle oder frühere Vorstandsmitglieder von Audi seien nach wie vor nicht darunter, hieß es.

Unter den bereits bekannten Verdächtigen ist Wolfgang Hatz, der zuvor bei Audi und im Volkswagen-Konzern unterhalb des Vorstands die Motorenentwicklung leitete. Hatz sitzt als einziger Beschuldigter in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft selbst wollte Hatz' Namen nicht nennen, erklärte aber, dass der Untersuchungshäftling bislang noch nicht freigelassen worden sei.

Alle Beschuldigten würden der Manipulation von Abgaswerten in den USA verdächtigt, erklärte die Behördensprecherin. Wegen möglicher Manipulationen in Deutschland werde gegen Unbekannt ermittelt.

Quelle: n-tv.de, jug/rts/AFP

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