Wirtschaft

Anlegervertrauen verspielt Norma-Aktien brechen ein

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Satte Kursverluste bei Norma

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor acht Tagen bestätigt der Autozulieferer Norma seine Umsatzprognose. Nun will das MDax-Unternehmen davon nichts mehr wissen: Der Auftragsbestand entwickle sich stärker rückläufig heißt es. Die Anleger ziehen die Reißleine.

Der Autozulieferer Norma hat mit einem Kursrutsch für Aufsehen gesorgt. Die Aktien schlossen mit einem Abschlag von rund 10 Prozent. Sie standen damit an der Spitze der Verliererliste des Nebenwerteindex MDax - in einem sonst leicht negativen Marktumfeld. Dafür gab es einen triftigen Grund, wie es im Handel hieß.

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Der Verbindungstechnikhersteller hatte am Mittag seine Umsatzprognose für das Geschäftsjahr gesenkt. Bei der Vorlage der Drittquartalszahlen vor acht Tagen hatte der MDAX-Konzern den Ausblick noch bestätigt. Seitdem habe sich der Auftragsbestand im Bereich Nutzfahrzeuge, landwirtschaftliche Maschinen und Baumaschinen inklusive dem Ersatzteilgeschäft in den USA noch stärker rückläufig entwickelt, begründete Norma nun den Schritt.

"Vertrauensverlust"

Der Vorstand erwarte nun für 2016 gegenüber 2015 organisch stabile Umsätze - exklusive Währungs- und Akquisitionseffekte. Bisher hatte die Norma Group SE ein solides organisches Wachstum von rund 2 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt. An der Prognose der bereinigten Ergebnismarge vor Zinsen, Steuern und Amortisation (EBITA) von "nachhaltig auf dem Niveau der Vorjahre von über 17,0 Prozent" hält der Vorstand aber weiter fest.

"Die Prognosesenkung innerhalb so kurzer Zeit wird an der Börse dahingehend interpretiert, dass das Unternehmen seine Zahlen nicht im Griff hat", sagte ein Händler. Damit gehe klar ein Vertrauenverlust einher. Erschwerend komme hinzu, dass das Unternehmen gegenüber den Wettbewerbern wie Elringklinger oder Leoni teuer bewertet sei, so der Marktteilnehmer weiter.

Quelle: n-tv.de, bad/DJ

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