Wirtschaft

E10 so teuer wie seit 2013 nicht Ölpreise ziehen mit Opec-Entscheidung an

c3d9d2b5a5b8244b9c2e0034dc0efa38.jpg

Die großen Ölförderländer sehen von einer stärkeren Erhöhung der Produktion ab.

(Foto: AP)

Die Nachfrage nach Erdöl, Benzin und Diesel ist konjunkturbedingt hoch, das Angebot unter anderem wegen anhaltender Produktionsausfälle knapp. Trotzdem will die Ölallianz Opec+ die Fördermengen nicht erhöhen. Die Ölpreise ziehen kräftig an auf Mehrjahreshochs.

Die Ölfördergruppe Opec+ wird ihre Tagesproduktion trotz Knappheit am Weltmarkt im November nur um die geplanten 400.000 Barrel (je 159 Liter) anheben. Das gab die von Saudi-Arabien und Russland angeführte Allianz nach einer kurzen Online-Beratung bekannt. Zuvor hatten Medienberichte und Analysten-Kommentare die Möglichkeit eines noch höheren Anstiegs in Aussicht gestellt.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 92,71

Nachdem sich aber abgezeichnet hatte, dass die 23 Förderländer nicht nachbessern würden, kletterte der Preis für die Nordseesorte Brent am Nachmittag zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage auf ein Dreijahreshoch von gut 80 Dollar pro Barrel.

Die Erhöhung der Produktion um nur 400.000 Barrel pro Tag bedeute unter dem Strich, dass sich die Öllagerbestände bis zum Jahresende verringerten, kommentiert Peter McNally, Global Sector Lead for Industrial, Materials and Energy bei Third Bridge, die Entscheidung der Opec+.

Das Umfeld ist angespannt: Die Nachfrage nach Erdöl, Benzin und Diesel ist konjunkturbedingt hoch, das Angebot unter anderem wegen anhaltender Produktionsausfälle im Golf von Mexiko knapp. Außerdem sind Angola und Nigeria seit Monaten nicht in der Lage, ihre Quoten im Rahmen der Opec+ auszuschöpfen.

Die steigenden Ölpreise machen sich auch an den Zapfsäulen bemerkbar: Am Wochenende kostete Super der Sorte E10 erstmals seit 2013 im bundesweiten Tagesdurchschnitt mehr als 1,60 Euro pro Liter. Am Samstag waren es laut ADAC 1,602 Euro je Liter, am Sonntag 1,606 Euro. Letzteres sind 2,4 Cent mehr als eine Woche davor. Diesel verteuerte sich binnen Wochenfrist um 2,8 Cent auf 1,469 Euro je Liter am Sonntag.

Quelle: ntv.de, jki/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen