Wirtschaft

Monatliches Volumen reduziert Optimistischere BoE streckt Anleihenkäufe

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Die Bank of England rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von mehr als sieben Prozent.

(Foto: REUTERS)

Großbritanniens Wirtschaft kommt nach Einschätzung der Notenbank immer besser in Fahrt. Die Bank of England hob ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr an. Zudem passt sie die Anleihenkäufe zur Stützung an. Signale für eine Zinswende gibt sie indes nicht.

Die Bank of England (BoE) hat ihre Wachstumsprognose für 2021 angehoben, den Leitzins aber unverändert gelassen. Zugleich gab sie Anzeichen dafür, dass sie plant, ihre geldpolitische Haltung bald zu ändern. Bei ihrer Sitzung beließ die Zentralbank den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,10 Prozent. Die BoE streckte allerdings die Laufzeit ihres Programms, indem sie das wöchentliche Kaufvolumen reduzierte. Der Rat beschloss einstimmig, den Leitzins sowie das Kaufprogramm für Firmenanleihen bei 20 Milliarden Pfund stabil zu halten. Der Beschluss, die Käufe von Staatsanleihen bei 875 Milliarden Pfund zu belassen, fiel indes mit einer Gegenstimme.

In dem Begleittext hieß es, dass sich die Wachstumsaussichten Großbritanniens seit den vorherigen Prognosen im Februar verbessert hätten. "Die Infektionen in Großbritannien sind weiter zurückgegangen, das Impfprogramm schreitet zügig voran und die Einschränkungen für die Wirtschaftstätigkeit lassen nach", erklärte die Notenbank. Die BoE erwartet nun, dass die britische Wirtschaft in diesem Jahr um 7,25 Prozent wachsen wird, nachdem sie zuvor 5,0 Prozent prognostiziert hatte. Allerdings senkte sie ihre Wachstumsprognose für das kommende Jahr von 7,25 auf nun 5,75 Prozent.

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Die Notenbank erwartet ferner, dass die Inflationsrate im zweiten Quartal 2024 knapp unter ihrem Ziel von 2 Prozent liegen wird, wenn sie ihren Leitzins bis zum zweiten Quartal 2023 und ein zweites Mal bis zum zweiten Quartal 2024 anheben würde. Damit signalisiert sie, dass die Zentralbank es nicht eilig hat, die Geldpolitik bald zu straffen.

Indessen hat die BoE ihre wöchentliche Ankäufe von Staatsanleihen verringert. Die bisher getätigten Käufe in Höhe von 4,4 Milliarden Pfund pro Woche werden auf 3,4 Milliarden Pfund reduziert. Die Nord/LB schreibt dazu: "Selbst wenn die Notenbanker betonen, somit keine Neuausrichtung der Geldpolitik vorgenommen zu haben, ist es unseres Erachtens durchaus eine moderate Adjustierung. Immerhin wird beim Quantitative Easing einen Gang heruntergeschaltet." In dem bisherigen Tempo wäre das Kaufprogramm im November beendet worden, nun läuft es bis Ende des Jahres.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ

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