Wirtschaft

Währungsverfall nach Brexit-Votum Pfund startet neuen Erholungsversuch

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Das Pfund liegt weiter zwölf Prozent unter dem Niveau von vor der Abstimmung.

(Foto: imago/Rüdiger Wölk)

Noch immer notiert die britische Währung deutlich unter Vor-Referendums-Niveau. Doch positive Daten zur Konjunktur im Königreich lassen den Wert des Pfund Sterling wieder steigen. So trägt etwa das wachsende Vertrauen der Verbraucher dazu bei.

Ein höheres Verbrauchervertrauen und steigende Immobilienpreise haben dem Pfund Sterling auf die Sprünge geholfen. Die britische Währung stieg auf 1,3158 Dollar von 1,3081 Dollar im späten US-Geschäft. Im Gegenzug fiel der Euro um 0,6 Prozent auf 84,74 Pence.

Nach einer in der Nacht veröffentlichten Erhebung des Instituts GfK hatten die britischen Verbraucher etwas von dem Vertrauen zurückgewonnen, das sie nach dem Brexit-Votum im Juni verloren hatten. Der Indikator war im August auf minus 7 von minus 12 im Juli gestiegen, als er den größten Einbruch seit über 26 Jahren verzeichnet hatte.

Zudem teilte die Hypothekenbank Nationwide mit, dass die Preise für Häuser in Großbritannien im August um 5,6 Prozent gestiegen waren. Analysten hatten im Schnitt nur mit plus 4,8 Prozent gerechnet.

Das Pfund war nach dem Ja der Briten zum EU-Austritt zeitweise auf 1,2798 Dollar gesunken und hatte damit so niedrig wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr notiert. Die Aufwertung seither summiert sich auf etwa 2,5 Prozent. Allerdings liegt das Pfund weiter zwölf Prozent unter dem Niveau von vor der Abstimmung.

Quelle: ntv.de, kst/rts