Wirtschaft

Forschung der Universität Oxford Pharmariese bereit für Milliarden Impfdosen

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Astrazeneca will gemeinsam mit der Universität Oxford schnell einen Covid-19-Impfstoff auf den Markt bringen.

(Foto: imago images/Xinhua)

Weltweit sind zahlreiche Institute auf der Suche nach einem Corona-Impfstoff. Forscher der Universität Oxford sollen besonders weit fortgeschritten sein. Ein Pharmariese steht bereit, die Ergebnisse schnell zur Marktreife zu bringen.

Der britische Pharmariese Astrazeneca leitet erste Schritte ein, um den potenziellen Corona-Impfstoff der Universität Oxford weltweit zugänglich zu machen. Man habe erste Verträge für mindestens 400 Millionen Dosen abgeschlossen und sich bisher die gesamte Herstellungskapazität für eine Milliarde Dosen gesichert, teilte der Pharmakonzern mit.

Für die Entwicklung, Produktion und Vertrieb eines Impfstoffs hat Astrazeneca mehr als eine Milliarde US-Dollar von der Biomedical Advanced Research and Development Authority (Barda), einer dem US-amerikanischen Gesundheitsministerium unterstellten Behörde, bekommen.

Ende April hatten Astrazeneca und die renommierte Universität Oxford erklärt, im Kampf gegen den Coronavirus ihre Kräfte zu bündeln. Astrazeneca hat sich demnach bereit erklärt, einen experimentellen Coronavirus-Impfstoff der Universität Oxford, der als einer am weitesten fortgeschrittenen Kandidaten gilt, in einer Partnerschaft herzustellen und dann auch zu vertreiben. Ziel sei, die Spritze bei Wirksamkeit schneller verfügbar zu machen.

Nach Einschätzung von Branchenkennern wird so eine der größten Sorgen, die es bei Impfstoffen aus akademischen Forschungslabors gibt, ausgeräumt. Denn selbst wenn die Impfstoffe helfen, haben die akademischen Institutionen keine Kapazität, diese einer breiten Masse zur Verfügung zu stellen.

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Astrazeneca war 2019 mit einem Umsatz von über 23 Milliarden US-Dollar einer der größten Pharmakonzerne der Welt. Erst am Mittwoch hatten die Engländer gemeinsam mit dem deutschen Konzern Merck & Co in den USA die Zulassung für ihr Medikament Lynparza zur Behandlung bestimmter Formen von Prostatakrebs erhalten.

Quelle: ntv.de, ter/DJ