Wirtschaft

Sonderflugplan bei Germanwings Piloten kündigen Streik an

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"Fehlender Einigungswille": Blick ins Cockpit einer A380 der Lufthansa.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im deutschen Luftreiseverkehr dürfte es vor dem Wochenende zu neuen Beeinträchtigungen kommen: Die Gewerkschaft der Piloten gibt einen neue Streiktermine für die Lufthansa-Tochter Germanwings bekannt. Der Tonfall wird schärfer.

Die Gewerkschaft der Piloten hat für Ende dieser Woche zu neuen Streiks bei der Lufthansa-Tochter Germanwings aufgerufen. Betroffen seien alle Germanwings-Abflüge in Deutschland am Donnerstag und am Freitag über die gesamten beiden Tage, teilte die Vereinigung Cockpit mit.

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Bemühungen seitens der Piloten, den Tarifkonflikt beizulegen, seien zuletzt gescheitert, hieß es. "Damit dokumentiert Lufthansa erneut den fehlenden Einigungswillen und verantwortet weitere Arbeitskämpfe", erklärte die Pilotengewerkschaft. Beginnen soll der Streik bei Germanwings demnach in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 12. Februar um 0.00 Uhr (MEZ). Das Ende des zweitägigen Arbeitskampfes ist für Freitag, 13. Februar, 23.59 Uhr, angesetzt.

Germanwings arbeitet am Sonderflugplan

Kurz nach der Streikankündigung ihrer Piloten kündigte die Fluggesellschaft Germanwings einen Sonderflugplan an. Die Informationen würden am Mittwoch im Internet veröffentlicht, teilte der Mutterkonzern Lufthansa in der Nacht mit. Betroffen sind demnach alle Germanwings-Starts im fraglichen Zeitraum an deutschen Flughäfen.

Zwischen dem Lufthansa-Konzern und der Vereinigung Cockpit schwelt seit Monaten ein Tarifkonflikt, in dem die Piloten bereits mehrfach in den Streik getreten waren. Ein Knackpunkt ist die Altersversorgung der Piloten. Das Unternehmen will die Altersgrenze anheben, ab der ihre Piloten in den bezahlten Frühruhestand gehen können. Außerdem sollen künftige Piloten nach Plänen der Lufthansa überhaupt keine betriebliche Frührente mehr erhalten.

Die Pilotenvereinigung Cockpit erklärte mit Blick auf die Verhandlungen, Lufthansa beharre "unter anderem auf einer deutlichen Verschlechterung bis zur Abschaffung der Übergangsversorgung für die jungen Piloten". Dies sei "nicht akzeptabel".

Quelle: ntv.de, mmo/AFP

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