Wirtschaft

Weniger stark als befürchtetPorsche-Gewinn schrumpft um fast ein Viertel

29.04.2026, 19:41 Uhr
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Porsche hat mit verschiedenen Problemen zu kämpfen. (Foto: picture alliance/dpa)

Bei Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen kann auch das neue Quartal noch keine Trendumkehr bringen. Der Gewinn geht um über 20 Prozent zurück. Der neue Unternehmenschef will den Sportwagenbauer "schlanker und schneller" machen.

Der Sportwagenbauer Porsche bleibt im Krisenmodus: Im ersten Quartal sank der operative Gewinn aufgrund des kräftigen Absatzrückgangs in China und Belastungen durch den erhöhten US-Importzoll um 22 Prozent auf 595 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen mit.

Bei einem um fünf Prozent geschrumpften Umsatz von 8,4 Milliarden Euro ergab sich eine operative Rendite von 7,1 Prozent, ein Rückgang um anderthalb Prozentpunkte. Porsches Gewinn ging damit nicht so stark zurück wie von Analysten befürchtet, die nach der Umfrage des Prognosehauses Visible Alpha im Schnitt knapp 560 Millionen Euro erwartet hatten.

Bei Porsche schlägt die Schwäche in China besonders ins Kontor. Der im Januar angetretene neue Chef Michael Leiters will die Volkswagen-Tochter wieder flottmachen. Das laufende Jahr werde ein Jahr der Neuausrichtung, erklärte Leiters.

"Mit klaren Maßnahmen machen wir die Sportwagenschmiede schlanker und schneller", sagte er. "Zudem richten wir unser Produktportfolio noch konsequenter an den Wünschen unserer Kunden aus." Die Gewinnschwelle müsse sinken. Im Herbst will er die aktualisierte Strategie auf einem Kapitalmarkttag vorstellen.

Porsche kämpft das dritte Jahr in Folge mit sinkendem Absatz und Gewinnschwund. Im ersten Quartal sanken die Verkäufe fast um 15 Prozent auf knapp 61.000 Fahrzeuge, für das Gesamtjahr wird ein Minus erwartet. Als Gründe nannte die VW-Tochter unter anderem das Auslaufen der Produktion der Modelle Cayman und Boxster mit Verbrenner sowie entfallene Steuervergünstigungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge in den USA. Im vergangenen Jahr war die operative Marge auf 1,1 Prozent abgesackt von 14,1 Prozent - ein Niveau, das für den Luxuswagenbauer lange selbstverständlich war.

Quelle: ntv.de, lme/rts/dpa

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