Wirtschaft

Der übliche Ärger zu Ostern Preise für Benzin und Diesel steigen

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Die Autofahrt zu Ostern wird wieder mal teurer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Auch dieses Jahr müssen sich Autofahrer nicht nur auf Staus zu den Osterfeiertagen einstellen. Jede Fahrt wird dazu auch wieder deutlich teurer. Laut ADAC klettern die Spritpreise auf den höchsten Stand seit Jahresbeginn.

Kurz vor Ostern sind die Preise für Sprit und Diesel wieder deutlich gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des ADAC. So müssen Autofahrer für einen Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt rund 1,45 Euro zahlen. Die Preiserhöhung liegt bei 2,5 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Die Preise befinden sich laut ADAC damit nun wieder auf dem Niveau von Anfang Dezember. Auch Dieselfahrer müssen tiefer ins Portemonnaie greifen: Der Preis für Selbstzünder-Autos klettert um einen Cent auf 1,28 Euro.

Schuld ist der steigende Ölpreis. Er hat seit Jahresanfang insgesamt um ein Drittel angezogen. Laut ADAC haben die Mineralölkonzerne derzeit genügend Spielraum, um an der Preisschraube zu drehen. Gründe sind der Einbruch der Förderung im ölreichen Venezuela, die Krise in Libyen und die Drosselung der Produktion in Saudi-Arabien. Einen zusätzlichen Schub bekamen die Ölpreise erst am Mittwoch nach positiven Konjunkturdaten in China. Dort ist der Öl-Verbrauch weltweit am höchsten.

Die Preise steigen, aber wirkliche Preissprünge vor wichtigen Feiertagen und Ferien wie früher gibt es laut ADAC seit Einführung der Markttransparenzstelle mit Vergleichsdaten von Tausenden Tankstellen nicht mehr.

Preise schwanken im Tagesverlauf

Um die üblichen Preisschwankungen innerhalb eines Tages zu nutzen, rät der ADAC, in den Abendstunden zu tanken. Auch die Preise von verschiedenen Tankstellen zu vergleichen, lohne sich. Freie Tankstellen bieten oft günstigere Spritpreise an als Markentankstellen. Zusätzlich kann ein umsichtiger Fahrstil den Sprit-Verbrauch reduzieren, sodass weniger häufig nachgetankt werden muss.

Die Benzinpreise in Deutschland haben in den vergangenen Jahren stark geschwankt. Erst sind sie kontinuierlich gestiegen, bis zu einem Höchststand von 1,60 Euro je Liter im Jahr 2012. Danach sind sie bis auf 1,28 Euro im Jahr 2016 gesunken. Seitdem steigen sie wieder.

Quelle: n-tv.de, imi/dpa

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