Wirtschaft

Rückenwind auch durch Zukäufe RTL steigert Umsatz

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"Die RTL Group ist trotz der Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine dynamisch in das neue Jahr gestartet", sagte Konzern-Chef Thomas Rabe.

(Foto: dpa)

Das erste Quartal läuft gut für den Fernsehkonzern RTL. Die Umsätze klettern um 11,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. "Die RTL Group ist trotz der Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine dynamisch in das neue Jahr gestartet", bilanziert Konzern-Chef Thomas Rabe.

Der europäische Fernsehkonzern RTL hat zum Jahresauftakt seinen Umsatz gesteigert und dabei von TV-Werbeerlösen und dem Streaming-Geschäft profitiert. Die Umsätze kletterten - auch dank des Rückenwinds durch Zukäufe - im ersten Quartal um 11,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, wie die Bertelsmann-Tochter mitteilte. Organisch legte der Umsatz 4,4 Prozent zu.

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"Die RTL Group ist trotz der Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine dynamisch in das neue Jahr gestartet", sagte Konzern-Chef Thomas Rabe. Der Streaming-Umsatz zog um gut 23 Prozent an. Hier stieg die Summe der zahlenden Abonnenten bei RTL+ in Deutschland und Videoland in den Niederlanden binnen Jahresfrist um 58,2 Prozent auf 4,3 Millionen.

Für das laufende Jahr erwartet die RTL Group, zu der auch ntv gehört, weiter rund 7,4 Milliarden Euro Umsatz und damit ein organisches Wachstum von etwa fünf bis sechs Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) werde bei 1,15 Milliarden Euro stagnieren, da Anlaufverluste im Streaming-Geschäft auf rund 250 (2021: 166) Millionen Euro steigen dürften.

Es sei noch zu früh, Folgen des Krieges auf Konsumklima, Inflation und Wirtschaftswachstum und damit auf das RTL-Geschäft abzuschätzen. Der deutsche Werbemarkt sei im März und April allerdings schwächer gewesen als erwartet, räumte der Fernsehkonzern ein.

Vier bis fünf Prozent mehr Umsatz angepeilt

RTL verfolgt europaweit die Schaffung crossmedialer, nationaler Champions auf Länderebene - durch Verkäufe oder Fusionen. Der Mutterkonzern Bertelsmann steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal um mehr als sechs Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Mit zweistelligen Wachstumsraten ging es etwa bei der Musikfirma BMG sowie beim Dienstleister und Call-Center-Betreiber Majorel bergauf. Die positive Entwicklung werde breit von vielen Geschäften getragen, sagte Rabe, der auch Bertelsmann-Chef ist. "Trotz des herausfordernden Marktumfelds sind wir zuversichtlich, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen."

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Das Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen peilt vier bis fünf Prozent mehr Umsatz an. Der operative Gewinn dürfte sinken - und zwar etwa in Höhe der geplanten Investitionen von rund 250 Millionen Euro in das Streaming-Geschäft von RTL. "Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der Corona-Pandemie sind ungewiss und dämpfen aktuell die wirtschaftlichen Erwartungen", sagte Finanzvorstand Rolf Hellermann. Bertelsmann sei aber gut gerüstet und breit aufgestellt.

Bertelsmann hatte am Donnerstag angekündigt, weitere 161 Millionen Dollar in Afya zu investieren, einen der führenden Anbieter für medizinische Aus- und Weiterbildung in Brasilien. Der Konzern aus Gütersloh hält damit über seine Bildungssparte 57 Prozent der Stimmrechte an Afya.

Quelle: ntv.de, ghö/rts

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