Wirtschaft

Kauf von Con Edison Clean Energy RWE wird zweitgrößter US-Solaranlagenbetreiber

Der Energiekonzern RWE steigt mit einem Zukauf zu einem Schwergewicht der erneuerbaren Energien in den USA auf. Fast sieben Milliarden Euro ist dem Konzern ein Solaranlagen-Betreiber wert - von dem aber auch einiges erwartet wird.

RWE verstärkt sein Geschäft mit erneuerbaren Energien in den USA mit einem 6,8 Milliarden US-Dollar schweren Zukauf. Der Energiekonzern kauft dem Regionalversorger Con Edison aus New York den Solaranlagen-Entwickler und -Betreiber Con Edison Clean Energy Businesses ab, wie er in Essen mitteilte.

Mit der umgerechnet 6,9 Milliarden Euro (inklusive Schulden) umfassenden Übernahme verdoppele RWE nahezu sein Portfolio an Wind-, Solar- und Batteriespeicher-Anlagen in den USA und komme nun auf eine installierte Leistung von 7,2 Gigawatt (GW). Bei der Finanzierung bekommt der Essener Konzern Unterstützung vom Staatsfonds von Katar, QIA, der eine 2,43 Milliarden Euro schwere Pflichtwandelanleihe zeichnet. Damit kann QIA mit gut neun Prozent bei RWE einsteigen und wäre damit dessen größter Aktionär.

"Die Übernahme von Con Edison Clean Energy Businesses bedeutet einen enormen Schub für die grüne Expansion von RWE in den USA, einem der attraktivsten und am schnellsten wachsenden Märkte für erneuerbare Energien", begründete Vorstandschef Markus Krebber den Zukauf. Damit werde RWE in den USA zur Nummer zwei unter den Betreibern von Solaranlagen und zur Nummer vier bei erneuerbaren Energien insgesamt.

Energie vor allem aus Solaranlagen

RWE
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Rund 90 Prozent der drei Gigawatt installierter Kapazität von Con Edison Clean Energy bestehen aus Solaranlagen. Hinzu kommt laut RWE eine Entwicklungs-Pipeline von weiteren sieben Gigawatt, die die Projektpipeline des Konzerns dort auf 24 Gigawatt wachsen lasse. Mit dem Vollzug der Übernahme sei im ersten Halbjahr 2023 zu rechnen.

Con Edison Clean Energy soll gleich im ersten Jahr ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 600 Millionen Dollar zum Gewinn von RWE beisteuern. Der Konzern hatte für Investitionen in "grüne Energien" in den USA schon 15 Milliarden Euro eingeplant. "Ich freue mich, dass QIA die Ambitionen von RWE, schneller und stärker zu wachsen, mit zusätzlichem Eigenkapital unterstützt", sagte Krebber. Den Teil des Kaufpreises, den QIA nicht trägt, will RWE mit Krediten finanzieren.

Quelle: ntv.de, mli/rts

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