Wirtschaft

250 Hotels in 135 StädtenRevo-Hotelgruppe meldet Insolvenz für 140 Gesellschaften an

16.01.2026, 15:39 Uhr
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Betroffen ist u.a. das Hyperion Hotel in Leipzig. (Foto: picture alliance/dpa)

Seit 2020 ist die Zahl der zur Revo-Grupp gehörenden Hotels von 51 auf rund 250 gestiegen - unter der eigenen Marke oder als Franchisenehmer. Doch nach den Investitionen bleiben die erhofften Buchungszahlen aus. Der Hotelbetrieb soll trotz Insolvenz weiterlaufen.

Die Revo-Hospitality-Gruppe, ein großer Hotelbetreiber, hat für rund 140 seiner Gesellschaften Insolvenz in Eigenverwaltung beim Berliner Amtsgericht Charlottenburg eingereicht. Darunter sind 125 Hotels mit etwa 5.500 Mitarbeitern in Deutschland und Österreich, die aber weitergeführt werden sollen, wie das Unternehmen weiter mitteilte. "Bei der Agentur für Arbeit haben wir eine Vorfinanzierung der Gehaltszahlungen für die Monate Januar bis März 2026 beantragt", hieß es.

Die Gruppe betreibt eigenen Angaben zufolge unter eigenen Marken sowie als Franchisenehmer großer Hotelketten insgesamt 250 Hotels in 135 Städten in zwölf europäischen Ländern.

"Mit den überwiegend in Eigenverwaltung beantragten Verfahren für die rund 140 Gesellschaften bestehen gute Aussichten für eine zügige Sanierung und eine langfristige Fortführung", teilte Rechtsanwalt Gordon Geiser mit, der für die Dauer der Sanierung die Geschäftsführung der betroffenen Gesellschaften übernommen hat.

Ein wesentlicher Grund für die Insolvenz sei die starke Expansion der vergangenen Jahre gewesen. Seit 2020 ist die Zahl der zur Gruppe gehörenden Hotels den Angaben zufolge von damals 51 auf inzwischen rund 250 gestiegen. "Die Akquisition der neuen Hotels war mit erheblichen Kosten verbunden", teilte das Unternehmen mit. "Andererseits stiegen die Übernachtungszahlen nicht wie erwartet, und auch der geplante Umsatz für 2025 wurde nicht erreicht." Die neuen Geschäftsführer machten sich nun auf die Suche nach internationalen Investoren.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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