Wirtschaft

Um Produktion zu beschleunigen Rivale hilft J&J bei Impfstoff-Herstellung

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Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson ist der erste auf dem US-Markt, bei dem nur eine Dosis notwendig ist.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Das Corona-Vakzin von Johnson & Johnson ist mit einer Notfallgenehmigung das dritte zugelassene Mittel in den USA. Um der Nachfrage Herr zu werden, hilft der Pharma-Kontrahent Merck bei der Produktion. Kooperationen wie diese soll es auch in der EU geben.

Der US-Pharmakonzern Merck & Co will den Rivalen Johnson & Johnson bei der Herstellung von dessen Covid-19-Impfstoff unterstützen. Eine entsprechende Partnerschaft werde US-Präsident Joe Biden bekanntgeben, hieß es aus dem Weißen Haus. Das Vakzin von J&J hatte am Wochenende in den USA eine Notfallgenehmigung erhalten. Es ist damit der dritte in den USA zugelassene Corona-Impfstoff nach den Mitteln von Biontech/Pfizer und Moderna. Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist der erste, bei dem nur eine Dosis notwendig ist.

J&J erklärte, das Unternehmen strebe Partnerschaften an, um seine Produktion auszuweiten. In dieser Woche sollen in den USA rund vier Millionen Dosen des Impfstoffs ausgeliefert werden. Weitere Auslieferungen hängen aber noch von der behördlichen Genehmigung einer größeren neuen Produktionsanlage ab, die der Auftragshersteller Catalent betreibt. Bis Ende März will J&J weitere 16 Millionen Dosen ausliefern.

Merck & Co hatte im Januar sein Entwicklungsprogramm mit zwei Covid-19-Impfstoffkandidaten begraben, nachdem die beiden Vakzine in frühen klinischen Studien nur eine unzureichende Immunreaktion erzeugt hatten. Der Konzern wollte sich daraufhin bei Covid-19 nur noch auf Medikamente zur Behandlung der Lungenkrankheit konzentrieren. Laut einem Bericht der "Washington Post" will das Unternehmen nun J&J mit zwei US-Anlagen unter die Arme greifen.

Die Kooperation zwischen den Konkurrenten Merck und Johnson & Johnson ist zwar ungewöhnlich, aber keine Premiere: Der französische Pharmariese Sanofi hatte Ende Januar angekündigt, dem US-Konzern Pfizer und dessen deutschem Partner Biontech bei der Produktion ihres Corona-Impfstoffs zu helfen.

Quelle: ntv.de, spl/rts/AFP

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