Wirtschaft

Ergebniswachstum angepeilt Roche-Deal flutet Novartis-Kassen

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Navartis meldet einen Gewinn von 24 Milliarden Dollar.

(Foto: REUTERS)

Novartis meldet ein solides Geschäftsjahr. Im Gesundheitsbetrieb beobachten die Schweizer eine Normalisierung trotz andauernder Corona-Pandemie. Vielfach zogen die Verkäufe der Krebsmittel wieder an. Das Unternehmen sieht sich auf Kurs.

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat dank des Verkaufs seines milliardenschweren Roche-Aktienpakets seinen Gewinn verdreifacht. Am Ende blieben mehr als 24 Milliarden Euro in der Kasse, wie das Unternehmen mitteilte. Je Anteilsschein sollen die Aktionäre mit 3,10 Franken bedacht werden. Im laufenden Jahr will der Konzern aus Basel bei Umsatz und bereinigtem Betriebsergebnis weiter zulegen. "Unsere Wachstumstreiber im Markt entwickeln sich in allen Regionen weiterhin gut und stärken unser Vertrauen in unsere mittel- bis langfristigen Wachstumsaussichten", erklärte Konzernchef Vasant Narasimhan.

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Novartis 78,60

Zur strategischen Überprüfung der Generika-Tochter Sandoz gibt es derweil nichts Neues. Eine Entscheidung soll bis Jahresende fallen, wobei alle Optionen auf dem Tisch liegen - von einem Verbleib im Konzern bis zu einer Trennung. Es gebe derzeit keine Tendenz zu einer der Optionen, sagte der Novartis-Chef. Der Konzern hatte Sandoz im Oktober auf den Prüfstand gestellt. Analysten gehen davon aus, dass Novartis die Sparte verkaufen oder an die Börse bringen wird. Sandoz steht für ein Fünftel des Novartis-Jahresumsatzes, hinkt bei der Rentabilität dem dominierenden Geschäft mit patentgeschützten Medikamenten aber hinter.

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Im vergangenen Jahr erlöste Novartis mit 51,6 Milliarden Dollar sechs Prozent mehr. Das bereinigte operative Ergebnis zog um acht Prozent auf 16,6 Milliarden Dollar an. Novartis erfüllte damit die eigenen Vorgaben. Nach der Lockerung der Restriktionen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in vielen Ländern nahm das Geschäft etwa mit Krebsmedikamenten in der zweiten Jahreshälfte Fahrt auf. Zudem normalisierte sich der Gesundheitsbetrieb wieder, nachdem die Patienten zu Jahresbeginn mit Arztbesuchen und Eingriffen noch zurückhaltend waren und Krankenhäuser weniger bestellt hatten.

Motoren des Wachstums waren das Mittel Cosentyx gegen Schuppenflechte - die mit 4,7 Milliarden Dollar Umsatz umsatzstärkste Arznei - und das Herzmedikament Entresto. Novartis hatte die Umsatzprognose für die beiden Arzneien jüngst angehoben. Die Gentherapie Zolgensma zur Behandlung von Muskelschwund steuerte dank erweitertem Zugang in Europa und Wachstumsmärkten 1,4 Milliarden Verkaufserlöse bei. Das mit einem Preis von gut zwei Millionen Dollar pro Einmaldosis teuerste Medikament der Welt wird zur Behandlung der meist tödlich verlaufenden Erbkrankheit Spinale Muskelatrophie (SMA) bei Kleinkindern eingesetzt.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

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