Wirtschaft

Käufer gefunden Rostock-Laage soll Frachtflughafen werden

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Mit der Insolvenz von Airlines wie Germania oder Flybmi verlor Rostock-Laage in den letzten Jahren an Bedeutung für den Personenverkehr.

(Foto: imago/Fotoagentur Nordlicht)

Rostock wird wohl weiter Luftfahrtstandort bleiben. Nach einem Medienbericht steht der finanziell angeschlagene Flughafen Rostock-Laage kurz vor der Übernahme durch einen Privatinvestor. Der plant eine Neuausrichtung.

Der Flughafen Rostock-Laage soll einem Medienbericht zufolge an einen Privatinvestor verkauft werden. Wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) berichteten, stehe die Berliner Zeitfracht-Gruppe bereit, alle Anteile an der defizitären Flughafengesellschaft zu übernehmen. Die noch knapp 170 Arbeitsplätze sollten erhalten bleiben, sagte Zeitfracht-Chef Wolfram Simon-Schröter dem RND. Sein Unternehmen plane außerdem ein Logistikzentrum mit rund 250 neuen Arbeitsplätzen.

Rostock würde damit in erster Linie zum Frachtflughafen, soll aber Passagiergeschäft behalten. Mehrere Billigflieger, die Laage genutzt hatten, sind in den vergangenen Jahren Pleite gegangen, darunter die Germania, die 2019 Insolvenz anmeldete. Zuletzt legte außerdem die Pandemie den Betrieb praktisch lahm, jährlich liefen Millionenverluste auf. "Der Flughafen ist im jetzigen Geschäftsmodell kaum wirtschaftlich zu betreiben", sagte Simon-Schröter den Zeitungen. "Wir wollen ihn durch zusätzliche Leistungen in Richtung schwarze Zahlen bringen."

Die bisherigen kommunalen Betreiber - die Stadt Rostock, der Landkreis und die Stadt Laage - suchten schon seit einiger Zeit einen Partner. Der fertig ausgehandelte Vertrag sieht nun ihren kompletten Rückzug vor und wartet noch auf die Genehmigung der politischen Gremien. Über den Preis ist dem RND zufolge Stillschweigen vereinbart worden, es fließe aber Geld an die Verkäufer.

Simon-Schröter hofft den Zeitungen zufolge auf einen Abschluss noch vor Jahresende. Zeitfracht gehören bereits einige Passagiermaschinen. In absehbarer Zeit sollen Frachtmaschinen hinzukommen, die in Rostock-Laage stationiert und gewartet werden sollen.

Quelle: ntv.de, ino/AFP

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