Wirtschaft

S&P droht mit Herabstufung Rubel gerät erneut unter Druck

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Standard & Poor's stuft Russlands Bonität herab auf Ramschniveau.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Kurz zuvor sieht es noch nach einer Verschnaufpause für Russlands Währung aus, da kommt schon die nächste Hiobsbotschaft: Die Ratingagentur S&P droht mit einer Herabstufung von Russlands Bonität auf Ramschniveau - und der Rubel fällt wieder.

Die russische Währung stand am Mittwoch erneut unter Druck. Der Rubel verlor gegenüber Dollar und Euro 0,7 beziehungsweise 0,8 Prozent. Grund war die drohende Herabstufung der Kreditwürdigkeit Russlands auf Ramschniveau durch die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P). "Es wird komplizierter wenn eines der drei Ratings auf spekulativ herabgestuft wird", schrieben die Analysten der Sberbank.

Die Ankündigung der russischen Zentralbank, großen Firmen bei der Refinanzierung von ausländischen Krediten zu helfen, zeigte kaum Wirkung. Eine weitere Herabstufung würde die Kreditaufnahme des russischen Staates weiter verteuern.

S&P hatte am Dienstag mitgeteilt, die derzeitige Bonitätsbewertung Russlands "BBB-" auf "creditwatch negative" und damit unter besondere Beobachtung gestellt zu haben. Das Rating ist nur eine Stufe über dem Niveau, mit dem S&P spekulative Anlagen bezeichnet.

Grund für den Schritt sei die Konjunktureintrübung. Die russische Wirtschaft leidet neben dem schwachen Rubel und dem Ölpreisverfall auch unter den westlichen Sanktionen wegen des Vorgehens in der Ukraine-Krise.

Quelle: ntv.de, kst/rts