Wirtschaft

Weiterer Kunde könnte abspringenRusslands Öl- und Gaseinnahmen nur noch halb so hoch wie Januar 2025

04.02.2026, 11:44 Uhr
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Der Tanker "Eventin" havarierte vor der Küste der Insel Rügen und wurde im Anschluss beschlagnahmt. Er soll zur russischen Schattenflotte gehören. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Einnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft sind fundamental wichtig für die Finanzierung des russischen Haushalts - und die Invasion in der Ukraine. Doch sie schwinden schon länger. Im Vergleich zum Vorjahresbeginn brechen sie ein. Und dem Kreml droht weiteres Ungemach.

Russlands Staatseinnahmen aus dem Öl- und Gasgeschäft haben sich im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat halbiert. Sie fielen auf 393,3 Milliarden Rubel (4,3 Milliarden Euro) und damit auf den niedrigsten Stand seit Juli 2020, wie aus Daten des Finanzministeriums in Moskau hervorgeht. Damals hatte die Corona-Pandemie für einen Einbruch gesorgt. Als Gründe für den aktuellen Rückgang wurden niedrigere Rohölpreise und ein stärkerer Rubel genannt. Auch im Vergleich zum Vormonat Dezember sanken die Einnahmen, als sie noch 447,8 Milliarden Rubel betragen hatten.

Wegen westlicher Sanktionen infolge des Krieges gegen die Ukraine sind Russland wichtige Kunden weggebrochen. Der Druck könnte nun nochmals steigen: US-Präsident Donald Trump fordert von Indien im Gegenzug für ein Handelsabkommen, künftig auf den Kauf russischen Öls zu verzichten. Indien ist nach China der zweitwichtigste Abnehmer.

Ein Großteil des russischen Öls wird von einer Schattenflotte transportiert. Diese versucht, westliche Kontrollen und Sanktionen zu umgehen. Einige europäische Länder fordern ein härteres Vorgehen gegen die Schattenflotte, um die russischen Einnahmen aus den Ölverkäufen zu senken, mit denen der Krieg gegen die Ukraine finanziert wird.

Der stellvertretende russische Regierungschef Alexander Nowak sagte zuletzt, man werde die Entwicklung beobachten. Insgesamt bestehe eine gute Nachfrage nach russischer Energie. Die weltweite Nachfrage nach Öl werde im März oder April nach und nach steigen.

Quelle: ntv.de, als/rts

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