Wirtschaft

Sanktionen zeigen Wirkung Russlands Ölförderung geht stark zurück

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Ölhändler ziehen sich wegen kommender Sanktionen bereits von Rosneft und Gazpromneft zurück.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Russische Ölproduzenten finden aufgrund westlicher Sanktionen weniger Abnehmer. Das schränkt laut einem russischen Medienbericht nun auch die Ölförderung ein. Von März zu April betrage der Rückgang bereits 8,7 Prozent - im Gesamtjahr rechnet der russische Finanzminister mit einem weit höheren Wert.

Zwei Monate nach dem Beginn des Krieges gegen die Ukraine ist die Ölförderung in Russland einem Medienbericht zufolge deutlich zurückgegangen. "In den ersten 26 Apriltagen ist die tägliche Durchschnittsförderung in Russland unter den Bedingungen der US- und EU-Sanktionen nach der Spezialoperation in der Ukraine gegenüber März um 8,7 Prozent gefallen", berichtete die Tageszeitung "Kommersant". Russische Medien dürfen den Krieg in der Ukraine nur als "Spezialoperation" bezeichnen.

Den Angaben des Blatts zufolge werden täglich noch 1,37 Millionen Tonnen Öl aus der Erde geholt. Schon im März war die Förderung offiziellen Angaben zufolge im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent leicht zurückgegangen. Finanzminister Anton Siluanow hatte jüngst gewarnt, dass die Förderung im Gesamtjahr wegen der Sanktionen um 17 Prozent zurückgehen könnte.

Eins der am stärksten betroffenen russischen Unternehmen ist der staatliche Ölkonzern Rosneft um dessen Chef Igor Setschin, einen engen Vertrauten von Kremlchef Wladimir Putin. Bei Rosneft belaufen sich die Förderkürzungen bereits jetzt laut "Kommersant" auf fast 20 Prozent.

Ab Mitte Mai dürfen EU-Unternehmen nur noch Öl bei Rosneft und Gazpromneft kaufen, wenn dies unmittelbar zur Energieversorgung der EU nötig ist. Ölhändler ziehen sich daher schon von beiden sanktionierten Unternehmen zurück. Für Rosneft kommt erschwerend hinzu, dass Partner-Raffinerien in Russland ihre Produktion zurückgefahren haben. Erst kürzlich konnte der Konzern bei einer Auktion keinen Abnehmer für Öl finden, das in Rubel bezahlt werden sollte.

Quelle: ntv.de, mbu/dpa

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