Wirtschaft

Knapp 100.000 Fluggäste stranden SAS-Piloten streiken am Wochenende

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Gestrandete SAS-Flugzeuge am Flughafen in Oslo. Wegen des Pilotenstreiks hat die skandinavische Fluggesellschaft hunderte Flüge gestrichen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wieder einmal ist die Geduld der Flugpassagiere gefordert: Wegen eines Pilotenstreiks streicht die skandinavische Airlines SAS rund 900 Flüge. Auch zahlreiche Verbindungen nach Deutschland fallen aus. Hintergrund sind gescheiterte Verhandlungen über höhere Gehälter.

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat wegen eines Pilotenstreiks am Wochenende rund 900 Flüge gestrichen. Wie die Fluggesellschaft mitteilte, seien am Samstag und Sonntag insgesamt rund 98.000 Passagiere von den Streichungen betroffen.

Auch einzelne Verbindungen nach Deutschland sollen ausfallen. Bereits am Freitag waren nach Angaben der SAS 72.000 Passagiere wegen des Streiks gestrandet. Gespräche mit den SAS-Gewerkschaften, die rund 1500 Piloten in Norwegen, Schweden und Dänemark vertreten, waren zuvor ohne Einigung abgebrochen worden. Die Piloten legten daraufhin ihre Arbeit nieder.

Partner der Fluggesellschaft, die rund 30 Prozent aller Flugreisen ausführen, seien von dem Streik nicht betroffen, hieß es weiter. Die Piloten fordern 13 Prozent mehr Lohn und mehr Planbarkeit im Arbeitsalltag. SAS hatte 2012 kurz vor dem Konkurs gestanden und die Gehälter vieler Mitarbeiter gesenkt.

"Wir fordern die gleichen guten Bedingungen wie bei allen anderen Low-Cost-Carrier", sagte Henrik Thyregod von der Dänischen Pilotenvereinigung dem Dänischen Rundfunk. "Wir sind bereit, weiter zu verhandeln", hieß es von SAS. "Aber die Anforderungen können schwerwiegende Konsequenzen für das Unternehmen haben, wenn sie vollständig erfüllt werden."

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Quelle: n-tv.de, ddi/dpa

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