Wirtschaft

Wappnen gegen die Krise SNB ermahnt Schweizer Banken

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Die UBS warnt vor einer Verschärfung der Anforderungen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Sind die Schweizer Großbanken krisenfest genug? Die eidgenössische Notenbank ist nicht dieser Meinung. Einem Bericht der SNB zufolge müssen UBS und Credit Suisse ihre Widerstandskraft weiter vergrößern.

Die Schweizer Großbanken müssen nach Einschätzung der Notenbank des Landes noch krisenfester werden. Besonders bei der Verschuldungsquote forderte die Schweizerische Nationalbank (SNB) von Credit Suisse und UBS weitere Verbesserungen. Hier hinken die Zürcher Geldinstitute ihren ausländischen Konkurrenten hinterher, wie es in einem Bericht zur Finanzstabilität hieß.

Über die vergangenen zwölf Monate hätten die beiden Banken ihre Kapitalausstattung weiter verbessert, wenn auch in geringerem Tempo als zuvor, erklärten die Währungshüter. Bei der Kernkapitalquote überträfen UBS und Credit Suisse die ab 2019 gültigen Anforderungen bereits jetzt.

Bei der Verschuldungsquote lägen Credit Suisse mit 3,6 Prozent und UBS mit 3,4 Prozent zwar ebenfalls über den Minimalanforderungen von drei Prozent. Viele Experten erwarten aber, dass die Regulatoren die Zügel weiter anziehen. Aufsichtsbehörden aus den USA und Großbritannien etwa fordern eine Hürde von vier Prozent.

Die UBS warnte vor einer Verschärfung der Anforderungen. Darunter leide nicht nur die Schweizer Finanzbranche, sondern die Wirtschaft als Ganzes. Diese Auswirkungen klammere der Bericht aus. Credit Suisse wollte sich nicht äußern.

Angst vor Aufblähen der Banken

Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) misst das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme und nimmt anders als die übrigen Eigenkapitalregeln keinen Bezug auf die Risiken, die mit den jeweiligen Geschäften verbunden sind. Mit dieser Quote wollen die Aufseher verhindern, dass sich Banken über Gebühr aufblähen und wegen ihrer schieren Größe gefährlich für das System werden.

Die Schweizer Großbanken sollten bei den Bemühungen, ihre Widerstandskraft zu verbessern, nicht nachlassen, erklärte die SNB. Bei einer möglichen Ausweitung der europäischen Schuldenkrise oder einer Rezession in den USA bestehe die Gefahr von beträchtlichen Verlusten. Für das Land sei es wichtig, dass die Großbanken auch in solchen Situationen über eine angemessene Kapitalisierung verfügten.

Quelle: ntv.de, wne/rts