Wirtschaft

Die höchsten Preise in Europa Scholz will Strom billiger machen

Nachtragshaushalt 2021 im Bundestag

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz ist im Wahlkampfmodus.

(Foto: imago images/Political-Moments)

Olaf Scholz will im Fall seiner Wahl zum Kanzler die EEG-Umlage streichen. Der Öko-Aufschlag auf den Strompreis solle aus dem Haushalt bezahlt werden, sagt der SPD-Politiker. Das entlaste Unternehmen und Bürger. Eine vierköpfige Familie spare im Schnitt so etwa 300 Euro Stromkosten pro Jahr.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat angekündigt, im Falle seiner Wahl den Strom günstiger zu machen und die EEG-Umlage ersatzlos zu streichen. "Wir wollen den Öko-Aufschlag auf den Strompreis, die EEG-Umlage, abschaffen und aus dem Haushalt bezahlen", sagte Scholz der "Bild am Sonntag". "Das entlastet Unternehmen und Bürger. Eine vierköpfige Familie spart so im Schnitt etwa 300 Euro Stromkosten pro Jahr."

Besonders die Wirtschaft beklagt die hohen Strompreise im europäischen Vergleich. Im Jahr 2020 kostete eine Kilowattstunde (kWh) Strom in Deutschland durchschnittlich 31,81 Cent. Im Vergleich zum Vorjahr (30,43 Cent) ist der Strompreis damit fast 5 Prozent teurer geworden. Seit drei Jahren geben Verbraucher in Deutschland damit am meisten Geld für ihren Strom aus. In Frankreich kostete eine Kilowattstunde im Vorjahr lediglich 18,99 Cent.

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Der Union warf Scholz vor, mit ihrer Energiepolitik die Zukunft Deutschlands zu gefährden: "Für eine klimaneutrale Wirtschaft brauchen wir deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Quellen. Diesen Bedarf leugnet der Bundeswirtschaftsminister. Das ist die große Stromlüge der CDU. Die Union gefährdet damit unseren künftigen Wohlstand", so Scholz.

Es brauche mehr Solaranlagen und mehr Windräder auf See und an Land, Genehmigungen müssten schneller gehen. "Stromleitungen von den Seewindparks im Norden zu den Industrie-Zentren im Süden müssen innerhalb von zwei bis drei Jahren genehmigt werden, nicht in zehn", so Scholz weiter. Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte kürzlich ebenfalls im Fall einer grünen Regierungsbeteiligung im Bund eine deutliche Senkung der hohen Strompreise angekündigt.

Quelle: ntv.de, ddi/DJ

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