Wirtschaft

Stadler-Nachfolge geregelt Schot ist jetzt "richtiger" Audi-Chef

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Bram Schot

(Foto: dpa)

Es ist ein steiler Aufstieg für Bram Schot: Erst seit Sommer 2017 ist der Niederländer bei Audi. Nun erklimmt der 57-Jährige den Chefsessel - als Nachfolger des inhaftierten Rupert Stadler. Seit Juni hatte Schot die VW-Tochter kommissarisch geführt.

Audi hat Bram Schot offiziell zum "richtigen" Chef ernannt. Der Niederländer, der den Premium-Autohersteller nach der Verhaftung des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Rupert Stadler bisher kommissarisch geführt hat, soll die Modelloffensive der Volkswagen-Tochter und den Wandel zur Elektromobilität vorantreiben.

"Mit der Neubesetzung der Vorstandsspitze haben wir wichtige Weichen für die zukunftsfähige Ausrichtung von Audi gestellt", wird Aufsichtsratsvorsitzender Herbert Diess in der Mitteilung zitiert. Der Audi-Aufsichtsrat hat Schot per Januar zum Vorstandschef berufen. Welche Laufzeit sein Vertrag als CEO hat, teilte der Ingolstädter Autobauer nicht mit.

Der 57 Jahre alte Schot kam erst im Sommer 2017 zu Audi. Seit September 2017 ist er im Vorstand für Vertrieb und Marketing verantwortlich, im Juni hat er kommissarisch den Vorstandsvorsitz übernommen. Vor seiner Zeit in Ingolstadt war er sechs Jahre in der Geschäftsleitung von Volkswagen Nutzfahrzeuge tätig.

Der schnelle Aufstieg bei Audi ist ungewöhnlich. Nach der Verhaftung von Stadler wegen Betrugsvorwürfen in der Dieselaffäre wurde Schot im Juni zunächst kommissarisch zum neuen Chef ernannt. Als Nachfolger von Stadler wollte VW-Chef Diess eigentlich BMW-Einkaufsvorstand Markus Duesmann nach Ingolstadt entsenden, der allerdings noch einen laufenden Vertrag in München hat. Da Duesmann von BMW keine Freigabe zum früheren Wechsel nach Wolfsburg beziehungsweise Audi bekommt, hat man sich nun für Schot entschieden.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ

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