Wirtschaft

Steuerfahnder ausgeschnüffelt Schweizer Spion erhält Bewährungsstrafe

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Daniel M. (Mitte) hatte ein Geständnis abgelegt.

(Foto: dpa)

Sein Geständnis hat sich gelohnt: Der Schweizer Spion Daniel M., der die Daten von drei Steuerfahndern in NRW beschafft hatte, wird zu einer Bewährungsstrafe von 22 Monaten verurteilt. Außerdem muss er 25.000 Euro Strafe zahlen.

Auf der Grundlage eines Geständnisses ist der Schweizer Spion Daniel M. zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main verfügte zudem, von dem 54-Jährigen 25.000 Euro einzuziehen. Dem Urteil war eine Abmachung zwischen den Prozessbeteiligten über eine Bewährungsstrafe im Gegenzug für ein Geständnis vorausgegangen.

Daniel M. hatte gestanden, für den Schweizer Geheimdienst die persönlichen Daten dreier nordrhein-westfälischer Steuerfahnder beschafft zu haben, die am Ankauf sogenannter Steuer-CDs in der Schweiz beteiligt waren. Den Vorwurf, er habe eine Quelle in der deutschen Finanzverwaltung platziert, konnte die Bundesanwaltschaft ihm nicht nachweisen.

M. gab zu, vom Schweizer Nachrichtendienst des Bundes insgesamt 13.000 Euro und 15.000 Franken für Spionage erhalten zu haben. Außerdem habe er insgesamt rund 70.000 Euro an den Inhaber einer Frankfurter Sicherheitsfirma weitergeleitet.

Die Bundesanwaltschaft forderte im Prozess eine Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung und eine Geldauflage von 40.000 Euro. Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe von anderthalb Jahren. 40.000 Euro wurden laut Verteidigung bei Gericht hinterlegt.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

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