Wirtschaft

Viele Läden bleiben auf Sears beantragt Gläubigerschutz

Sears.jpg

Milliardenverlust seit 2011 angehäuft.

(Foto: REUTERS)

Der US-Einzelhandelsriese Sears Holdings schreibt seit Jahren tiefrote Zahlen. Nun zieht er die Reißleine. Allerdings sollen mehrere hundert Läden vorerst offen bleiben. Eine Restrukturierung wird eingeleitet.

Der US-Einzelhandelskonzern Sears Holdings hat einen Antrag auf Gläubigerschutz eingereicht. Das Traditionsunternehmen verständigte sich mit seinen Gläubigern auf eine Restrukturierung, mit der mehrere hundert Läden geöffnet bleiben können, zumindest vorerst. Zudem kündigte Konzernchef Edward Lampert seinen Rücktritt an.

Sears Holding
Sears Holding ,23

Informierte Kreise sagten allerdings auch, dass mindestens 150 Geschäfte geschlossen werden müssten. Derzeit verfügt Sears zusammen mit Kmart über etwa 700 Filialen und beschäftigt insgesamt etwa 70.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen hatte bereits in den vergangenen Jahren wegen hoher Verluste Hunderte Geschäfte geschlossen. Seit 2011 hat Sears Verluste von 11 Milliarden Dollar angehäuft - in der gleichen Zeit sackte der Umsatz um 60 Prozent auf zuletzt 16,7 Milliarden Dollar ab.

Sears-Chef Lampert zeigte sich im Zuge des Antrags auf Gläubigerschutz nach Chapter 11 überzeugt, dass das Unternehmen eine Zukunft habe. "Alles, was ich als Investor getan habe, hatte das Ziel, dem Unternehmen und Mitarbeitern zu helfen", so Lampert, der zugleich auch kontrollierender Aktionär und größter Gläubiger ist.

Der Hedgefondsmanager, der sich selbst 2013 als CEO bei Sears einsetzte, arbeitet schon lange an einem Umbau des Unternehmens. Nach dem Zusammenschluss mit der insolventen Kmart schloss Lampert hunderte Geschäfte und verkaufte Sparten. Doch die geschäftliche Lage wurde auch danach immer schwieriger. Nach seinem Rücktritt als CEO werde er Chairman des Unternehmens bleiben, hieß es nun weiter.

Quelle: n-tv.de, wne/DJ