Wirtschaft

Verband fordert Nothilfen Städtische Händler fürchten um Existenz

136998662.jpg

Das Kundenaufkommen lag laut einer Umfrage 43 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

(Foto: picture alliance/dpa)

Anders als im Frühjahr dürfen Geschäfte im aktuellen Lockdown light offen bleiben. Doch die Kunden bleiben aus. Die Umsätze gehen immer stärker zurück. Fast 60 Prozent der Händler in den Innenstädten fürchten inzwischen um ihre Existenz. Der Handelsverband fordert nun rasche Hilfsmaßnahmen.

Trotz geöffneter Läden im Teil-Lockdown nehmen die Existenzsorgen im Einzelhandel nicht ab: Knapp 60 Prozent der Händler in Innenstädten sehen ihre Existenz wegen gesunkener Kundenzahlen und Umsätze gefährdet, wie aus einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter gut 500 Unternehmen hervorgeht. Demnach betrug der Umsatzrückgang in der vergangenen Woche durchschnittlich mehr als ein Drittel zum Vorjahr.

Das Kundenaufkommen lag laut der Umfrage zuletzt weiter 43 Prozent unter dem Vorjahresniveau. "Der Lockdown light sorgt dafür, dass die Händler in den Innenstädten in vielen Fällen nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können", beklagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. "Trotz geöffneter Ladentüren geraten hier viele Existenzen in Gefahr."

Vor den erneuten Bund-Länder-Beratungen zu den Corona-Gegenmaßnahmen bekräftigte der Handelsverband daher seine Forderung nach einer Öffnung der Nothilfen der Bundesregierung für den Einzelhandel sowie Anpassungen bei der Überbrückungshilfe. "Die Politik hat versprochen, die Unternehmen mit den Folgen der Pandemie nicht allein zu lassen. Jetzt gilt es, dieses Versprechen auch für den innerstädtischen Einzelhandel einzulösen", erklärte Genth.

Quelle: ntv.de, can/AFP