Wirtschaft

Wegen verbotener Abgas-Software Südkorea verhängt Strafe gegen VW

110124286.jpg

Audi Volkswagen Korea muss mit einer Strafe von 5,9 Millionen Euro rechnen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Diesel-Skandal holt den Volkswagen-Konzern auch in Fernost ein: In mehreren Modellen der Marken Volkswagen, Audi und Porsche wird eine verbotene Software entdeckt. Die Behörden in Südkorea greifen durch.

Südkorea will wegen des Einbaus verbotener Abgassoftware die Importzulassung für Dieselautos der Marken Volkswagen, Audi und Porsche widerrufen. Zudem kündigte das Umweltministerium an, Geldbußen in Millionenhöhe gegen Audi Volkswagen Korea sowie Porsche Korea zu verhängen und bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige zu erstatten. Bei drei Modellen von Audi sowie jeweils einem VW- und Porsche-Modell sei verbotene Software zur Abgaskontrolle gefunden worden. Audi und Porsche gehören ebenfalls zum Volkswagen-Konzern.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 164,64

Audi Volkswagen müsse mit einer Strafe von 7,9 Milliarden Won (5,9 Millionen Euro), Porsche mit vier Milliarden Won rechnen, hieß es. Insgesamt sind mehr als 10.200 Autos, darunter allein 6656 von Audi, betroffen, die zwischen Mai 2015 und Januar 2018 veräußert wurden. Die Modelle werden in Südkorea nicht mehr verkauft.

Bei den Autos handelt sich um fünf Typen beziehungsweise Zertifizierungsnummern der Modelle A6 40 TDI, A6 50 TDI und A7 50 TDI von Audi, zwei Typen des VW Touareg und einem des Porsche Cayenne. VW hatte im September 2015 eingeräumt, rund elf Millionen Diesel-Fahrzeuge weltweit mit Software zur Manipulation von Abgaswerten ausgerüstet zu haben.

Audi Volkswagen Korea erklärte, für die Autos gebe es Rückrufpläne, die noch von der Behörde gebilligt werden müssten. "Die Audi AG hat mit den Untersuchungen sämtlicher Dieselmotoren im August 2016 begonnen und arbeitet freiwillig eng mit dem deutschen Kraftfahrt-Bundesamt zusammen an den Angelegenheiten, die potenziell Probleme bereiten können." Als die Probleme klar geworden seien, habe das Unternehmen die Informationen an die Behörde in Südkorea weitergeleitet, hieß es.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

Mehr zum Thema