Wirtschaft

Günstiger Zeitpunkt T-Mobile US soll mit Sprint fusionieren

Einst wollte die Telekom ihre amerikanische Tochter T-Mobile US verkaufen, nun hat sie andere Pläne: Einem Pressebericht zufolge bereitet sie eine Fusion von T-Mobile US mit dem Wettbewerber Sprint vor. Es gibt mehrere gute Gründe dafür.

Ein Verkauf der amerikanischen Telekom-Tochter T-Mobile US ist offenbar vom Tisch: Stattdessen bereitet der Bonner Konzern nach Informationen aus dem Umfeld des Vorstands und des Aufsichtsrats eine Fusion mit dem Wettbewerber Sprint vor, wie das Handelsblatt berichtet. Dabei solle die unternehmerische Führung bei der Telekom liegen.

Ein offizieller Beschluss des Aufsichtsrats für das Vorgehen liegt laut der Zeitung allerdings noch nicht vor, da die obligatorischen politischen Gespräche im Vorfeld eines derartigen Vorhabens noch nicht abgeschlossen sind. Bei der Deutschen Telekom AG war für eine Stellungnahme am Dienstagabend niemand zu erreichen.

T-Mobile US
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Vor drei Jahren war ein Zusammengehen der beiden Mobilfunkanbieter - damals wollte Sprint die Telekom-Tochter übernehmen - noch von den Behörden abgelehnt worden. Nun aber glaubt das Telekom-Management laut Handelsblatt, dass sich unter der Regierung Trump die Einstellung dazu geändert haben könnte.

Für die Telekom ist es wichtig, die Mehrheit nach einer Fusion zu halten, damit die Bonner die gewinnträchtige Tochter weiter in ihrer Bilanz konsolidieren können. Außerdem erscheint der Plan für die Telekom zum jetzigen Zeitpunkt günstig. Sprint ist an der Börse deutlich geringer bewertet als T-Mobile US, zudem ist der Konkurrent deutlich höher verschuldet.

Selbst wenn andere Kriterien als der Börsenwert und die Verschuldungshöhe zur Unternehmensbewertung angelegt würden, erhielte die Telekom bei einem Zusammenschluss deutlich mehr als 50 Prozent. Für sie gibt es also mehr gute Gründe, in den Vereinigten Staaten zu bleiben, als die Tochter wie einst geplant zu verkaufen, schreibt das Handelsblatt.

Quelle: n-tv.de, asc/DJ

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