Wirtschaft

Drei-Stufen-Modell für 24 Monate Tarifeinigung bei Sicherheitskräften an Flughäfen

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Die 25.000 Sicherheitsbeschäftigten an deutschen Flughäfen bekommen mehr Geld.

(Foto: IMAGO/Frank Sorge)

Die Beschäftigten der Sicherheitsunternehmen an deutschen Flughäfen bekommen mehr Geld. In der sechsten Runde einigen sich Arbeitgeber und Gewerkschaft. Neben mehr Geld soll bis Ende nächsten Jahres die Lohnlücke zwischen Ost und West geschlossen sein.

Kurz vor Beginn der Osterferien hat es im Tarifstreit um höhere Gehälter für die 25.000 Sicherheitskräfte an den deutschen Verkehrsflughäfen eine Einigung gegeben. Damit sind neue Arbeitsniederlegungen abgewendet. Es sei mit dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) ein "umfassendes Tarifergebnis" erzielt worden, teilte Verdi nach der sechsten Verhandlungsrunde mit. In dem Tarifkonflikt hatte die Gewerkschaft wiederholt zu Warnstreiks aufgerufen, die den Luftverkehr an vielen Flughäfen erheblich beeinträchtigt hatten. Die Arbeitgeberseite bestätigte, dass es eine Einigung gebe. Zu den Details äußerte sich der BDLS aber zunächst nicht.

Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper erklärte, man habe "in drei Stufen differenzierte Tariferhöhungen für 24 Monate" vereinbart. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023. Die Verdi-Tarifkommission habe dem Ergebnis einstimmig zugestimmt.

Für alle Tarifgruppen gibt es laut Verdi unterschiedliche Erhöhungen in drei Stufen, die in diesem Jahr zwischen 4,4 und 7,8 Prozent liegen. Zusätzlich sei vereinbart worden, dass die Angleichung der Löhne im Osten an die im Westen bis zum 1. Januar 2024 abgeschlossen wird, dies bringe den Beschäftigten "deutliche Lohnsteigerungen".

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"Die Arbeitgeber haben endlich ein annehmbares Angebot vorgelegt", sagte Pieper weiter. "Mit diesem Tarifabschluss gelingt es, die Lohnbedingungen in der Luftsicherheitsbranche und die Arbeit trotz ungünstiger Arbeitszeiten und zahlreicher betrieblicher Probleme attraktiver zu gestalten."

Pieper erklärte, die "große Beteiligung an den Warnstreiks in den vergangenen Wochen" habe die Gewerkschaft in den Verhandlungen gestärkt "und den Arbeitgebern verdeutlicht, dass sie einen echten Schritt auf die Beschäftigten zugehen mussten".

Quelle: ntv.de, jwu/AFP/dpa

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