Wirtschaft

Abstimmung über Streiks Tarifverhandlungen bei Postbank gescheitert

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Die Gewerkschaft verhandelt bei der Postbank für 12.000 Beschäftigte.

(Foto: imago images / Cord)

Das Angebot der Konzernmutter Deutsche Bank in den Tarifverhandlungen nennt die Gewerkschaft Verdi eine Provokation. Nun sollen die Postbank-Beschäftigten über Streiks abstimmen. In der Sparte regiert seit Jahren der Rotstift.

In der Tarifauseinandersetzung bei der Postbank müssen Kunden nach den Warnstreiks in den vergangenen Wochen mit noch größeren Einschränkungen rechnen. Die Verhandlungen mit der Konzernmutter Deutsche Bank über einen neuen Tarifvertrag seien gescheitert, erklärte die Gewerkschaft Verdi. Verdi werde daher nun die Urabstimmung über Streiks vorbereiten.

Die Arbeitgeber der DB Privat- und Firmenkundenbank AG hätten in der dritten Verhandlungsrunde ein "inakzeptables Angebot" vorgelegt, argumentierte Verdi. Die Beschäftigten "fühlen sich provoziert", betonte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Jan Duscheck. Verhandelt wird für insgesamt etwa 12.000 Beschäftigte in der DB Privat- und Firmenkundenbank, den Postbank-Filialen sowie bei Tochterunternehmen.

Verdi fordert unter anderem die Erhöhung der Gehälter um sieben Prozent - mindestens 200 Euro - bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Beschäftigten sollen wählen dürfen, ob sie mehr Geld oder mehr Freizeit erhalten möchten. Die Deutsche Bank hatte nach einigem Hin und Her im Frühjahr 2017 entschieden, die Postbank doch nicht zu verkaufen, sondern in ihr Privat- und Firmenkundengeschäft einzugliedern.

Seit Anfang 2017 bis zum Ende des erstens Quartals 2019 wurden 5500 Vollzeitstellen abgebaut. Ende Juni/Anfang Juli hatte das Management mit Betriebsräten und Gewerkschaften den Abbau von gut 2000 weiteren Stellen im Privatkundengeschäft vereinbart. Im Deutsche-Bank-Konzern sollen in den nächsten Jahren Tausende weitere Stellen wegfallen.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa