Wirtschaft

Kurssturz für Snapchat Tech-Bilanzen vermiesen Stimmung an US-Börsen

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Im Chipsektor sorgten sich Anleger vor einem Abschwung.

(Foto: AP)

Mehrere Kurse von Technologie-Unternehmen gehen auf Talfahrt. Größter Verlierer ist der Snapchat-Betreiber Snap. TikTok, Instagram oder YouTube könnten aus Sicht von Experten bald folgen. Auch der Festplatten-Verkäufer Seagate liefert schlechte Nachrichten.

Enttäuschende Firmenzahlen aus dem Tech-Sektor haben die Stimmung an der Wall Street getrübt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte gab 0,43 Prozent auf 31.899,29 Punkte nach. Der breiter gefasste S&P 500 fiel um 0,93 Prozent auf 3961,63 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rutschte um 1,87 Prozent ab auf 11.834,11 Zähler. Schwächelnde Werbeeinnahmen brockten den Aktien des Snapchat-Betreibers Snap einen Kurssturz um 39,14 Prozent auf den tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren ein. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge zwar um 13 Prozent, blieb wegen des harten Wettbewerbs um Werbekunden mit 1,11 Milliarden Dollar aber hinter den Erwartungen zurück.

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Die Zahlen spiegelten die unsicheren Konjunkturaussichten wider, kommentierte Analyst Ali Mogharabi vom Research-Haus Morningstar. Außerdem könnten sie Vorboten schwacher Ergebnisse von Rivalen wie TikTok, Instagram oder YouTube sein. Der S&P 500-Branchenindex für Kommunikationsdienstleistungen sackte um mehr als vier Prozent ab.

"Dies könnte als Warnsignal interpretiert werden, dass die Rentabilität unter Druck steht, da sich das wirtschaftliche Umfeld verlangsamt", sagte Lindsey Bell, Strategin bei Ally Invest. Auch der US-Kurznachrichtendienst Twitter legte einen überraschenden Quartalsverlust vor und machte das Hin und Her um die letztlich gescheiterten Übernahmepläne von Elon Musk und einen schwächelnden Werbemarkt dafür verantwortlich. Die Aktien legten dennoch 1,06 Prozent zu.

Aktie von American Express legt zu

American Express
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Im Chipsektor sorgten sich Anleger vor einem Abschwung, nachdem der Festplatten-Verkäufer Seagate Technology schlechte Nachrichten lieferte. Angesichts von Produktionskürzungen aufgrund einer Nachfrageschwäche brachen die Aktien um mehr als 8,11 Prozent ein. Im Sog dessen gaben die Titel des Rivalen Western Digital und des Speicherchip-Herstellers Micron bis zu über sechs Prozent nach.

Dank angehobener Umsatzziele griffen Anleger bei American Express zu. Die Aktien des Kreditkarten-Anbieters stiegen um über zwei Prozent. Das Unternehmen peilt dank einer ungebrochenen Kauflaune der Verbraucher ein Wachstum von 23 bis 25 statt 18 bis 20 Prozent an. "Ein Teil der steigenden Ausgaben kann sicher auf die Inflation zurückgeführt werden", sagt Michael Ashley Schulman, Chef-Anleger des Vermögensverwalters Running Point. Einige Verbraucher zögen größere Anschaffungen vor, da Lohnerhöhungen der Teuerungsrate hinterherhinkten.

Quelle: ntv.de, lve/rts

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