Wirtschaft

Dow Jones schließt im Minus Tech-Werte erholen sich wieder

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Den jüngsten Renditeanstieg begründen Börsianer damit, dass die US-Notenbank Fed eine in der Corona-Krise ergriffene Stützungsmaßnahme überraschend auslaufen lässt.

(Foto: AP)

Der US-Leitindex Dow Jones weitet seine leichten Vortagesverluste aus. Auf die Stimmung drückt dem Dow Jones ein erneuter deutlicher Renditeanstieg am Anleihemarkt. Der technologielastige Nasdaq hingegen ist nach seinem dreiprozentigen Kursrutsch vom Vortag wieder auf Erholungskurs.

Belastet von Kursverlusten bei Finanzwerten haben die US-Börsen uneinheitlich geschlossen. Der Standardwerteindex Dow Jones schloss 0,7 Prozent tiefer auf 32.627 Punkten. Der technologielastige Nasdaq ging nach seinem dreiprozentigen Kursrutsch vom Donnerstag dagegen auf Erholungskurs und gewann 0,8 Prozent auf 13.215 Punkte. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,1 Prozent auf 3913 Punkte ein.

Die Aktien von Geldhäusern wie Bank of America, Citigroup oder JPMorgan büßten bis zu 1,6 Prozent ein. Die Notenbank Fed lässt eine im vergangenen Jahr zur Bekämpfung der Pandemiefolgen eingeführte Lockerung der Kapital-Anforderungen für Geschäftsbanken zum Monatsende auslaufen. Das habe aber auch eine gute Seite, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Es sei ein gutes Zeichen, dass die Fed zuversichtlich genug sei, um einen Teil ihrer Hilfen für die Banken zurückzunehmen.

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Kopfzerbrechen bereiteten Investoren auch die anhaltend hohen Anleihe-Renditen. Die richtungweisenden zehnjährigen US-Bonds rentierten mit 1,725 Prozent nur knapp unter ihrem 14-Monats-Hoch vom Donnerstag. Er halte die jüngste Aufwärtsbewegung aber für überzogen und rechne mit einer Stabilisierung, sagte Thomas Hayes, Manager beim Vermögensverwalter Great Hill. In den vergangenen Wochen hatte der Rendite-Anstieg Spekulationen auf vorzeitige Zinserhöhungen geschürt und die Börsen in Unruhe versetzt. Unterdessen ging der Ölpreis nach dem rund siebenprozentigen Absturz vom Vortag auf Erholungskurs. Die US-Sorte WTI verteuerte sich um zwei Prozent auf 61,20 Dollar je Barrel (159 Liter).

Nike enttäuscht mit Ausblick - Ermittlungen gegen Visa

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Am Aktienmarkt ging es für die Titel von Nike wegen eines enttäuschenden Ausblicks fast vier Prozent abwärts. Der Sportartikel-Hersteller habe aber seine Kosten im Griff und gehöre immer noch zu den weltweit führenden Marken, gab Analyst Randal Konik von der Investmentbank Jefferies zu bedenken. Parallel dazu rutschten die Aktien von Visa zeitweise um mehr als sechs Prozent ab. Damit büßte der Kreditkarten-Anbieter rund 25 Milliarden Dollar an Börsenwert ein. Insidern zufolge untersucht das US-Justizministerium mögliche wettbewerbsrechtliche Verstöße des Konzerns. Visa wollte sich zu dem Fall zunächst nicht äußern.

Die Titel von FedEx sprangen mehr als sechs Prozent in die Höhe. Dank des Booms bei Online-Bestellungen steigerte der Paketzusteller seinen Gewinn um mehr als das Doppelte. Das Unternehmen werde zumindest in diesem Jahr Preiserhöhungen durchsetzen können, prognostizierte Analystin Helane Becker vom Vermögensverwalter Cowen. Daher traue sie den Titeln weitere Kursgewinne zu.

Quelle: ntv.de, jki/rts

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