Wirtschaft

n-tv Frühstart Tenhagen sorgt sich um "deutschen Sparer"

Mehr als 2000 Milliarden Euro haben die Deutschen auf Giro- und Tagesgeldkonten gespart. Zinsen gibt es dort kaum. Dass das Geld nicht gewinnbringender angelegt werde, ist nach Ansicht des Finanzexperten Tenhagen vor allem Schuld der Banken und der Politik.

Der Finanzexperte Hermann-Josef Tenhagen macht Politik und Banken dafür verantwortlich, dass die Deutschen bei der Anlage ihrer Vermögen vor allem wenig rentable Sparkonten nutzen, statt in den Aktienmarkt zu investieren. "Die Politik hat im Grunde nur den Leuten nicht signifikant gesagt, ihr müsstet auch mal Aktien kaufen. Die Banken haben es auch noch so teuer gemacht, dass die Leute kein richtiges Interesse entwickelt haben", sagte Tenhagen bei n-tv Frühstart. In den vergangenen Jahren hätten die Banken den Sparern dann vor allem Mischfonds mit hohen Gebühren und wenig Rendite verkauft.

"Das war eine Politik, die ausschließlich die Gebühreneinnahmen der Banken gesteigert hat und nicht die Renditen der Sparer", sagte Tenhagen. Das habe dazu geführt, dass es "nicht besonders gut" um den deutschen Sparer stehe. Die Deutschen hätten "unglaublich viel gespart". Doch man bekomme dafür eben kaum Zinsen. "Weil die Deutschen viel zu viel Geld auf ihrem Girokonto oder ihrem Tagesgeldkonto liegen haben. Über 2000 Milliarden Euro", sagte Tenhagen.

Quelle: n-tv.de, bko/shu

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