Wirtschaft

135.000 Pkw zurückgerufen Tesla knickt vor US-Verkehrsbehörde ein

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Zu den betroffenen Fahrzeugvarianten gehört auch Teslas Model S.

(Foto: dpa)

Das Problem ist schon länger bekannt. Doch erst nach einigen Wochen lässt sich Tesla dazu hinreißen, Zehntausende Fahrzeuge der Modelle S und X zurückzurufen. Der Elektroautobauer reagiert damit zähneknirschend auf eine Bildschirm-Fehlfunktion, die von der US-Behörde NHTSA moniert wird.

Der Elektroautobauer Tesla kommt einer Aufforderung der US-Verkehrsbehörde NHTSA nach und ruft zahlreiche Fahrzeuge wegen möglicher Bildschirm-Fehlfunktionen zurück. Insgesamt betrifft die Aktion knapp 135.000 ältere Modelle S und X mit Baujahren von 2012 bis 2018. Das ist der wohl größte Rückruf des Elektroautoherstellers.

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Konkret geht es demnach um Speicherplatz-Probleme bei bestimmten Computerchips, die zu Ausfällen des zentralen Touchscreen-Bildschirms führen können, über den diverse Fahrzeugfunktionen bedient werden. Die für Verkehrssicherheit zuständige US-Behörde NHTSA hatte Tesla im Januar zu diesem Schritt aufgerufen und darauf verwiesen, dass der Fahrer über den Bildschirm im Fahrzeug bei Auslastung des Speicherchips wichtige Funktionen nicht mehr nutzen könne - darunter etwa Enteisung, Blinker oder Fahrassistenzsysteme.

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Laut Behörde sind davon insgesamt 158.000 Fahrzeuge betroffen - Model S der Baujahre 2012 bis Anfang 2018 und Model X der Baujahre 2016 bis Anfang 2018. Warum Tesla weniger Fahrzeuge zurückruft als von der NHTSA gefordert, ist bislang nicht bekannt.

In einem Schreiben an die Bundesbehörden ließ Tesla verlauten, man sei zwar nicht der Meinung, dass das Problem einen Defekt am Fahrzeug darstelle, werde den Rückruf aber umsetzen, um die Untersuchung abzuschließen und den Besitzern ein gutes Kundenerlebnis zu bieten. "Es ist wirtschaftlich, wenn nicht sogar technologisch unmöglich zu erwarten, dass solche Komponenten entworfen werden können oder sollten, die für die gesamte Nutzungsdauer des Fahrzeugs halten", heißt es im Schreiben von Tesla.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa/DJ

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