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Ein größeres Display hat keiner Mercedes präsentiert Hyperscreen für EQS

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Mit einem Viertelquadratmeter Bildfläche ist die Gesamtfläche der drei Monitore des Mercedes EQS das Größte, was es bisher je in einem Auto gegeben hat.

(Foto: Mercedes)

Wie die S-Klasse soll nun auch das Elektroflaggschiff aus Stuttgart, der EQS, Innovationsträger werden. Noch bevor der Stromer seine Weltpremiere feiert, präsentiert Mercedes den Hyperscreen des Wagens. Ein Display, das sich über das gesamte Dashboard erstreckt, lässt die Konkurrenz ganz klein aussehen.

Teslas Model S ist nicht allein wegen des Antriebs und der Reichweite zum Bestseller geworden. Eine nicht zu vernachlässigende Anziehungskraft hatte für die kaufkräftige Kundschaft auch immer der gigantische Bildschirm in der Mittelkonsole des US-Elektropioniers. Unterdessen haben auch andere Autobauer erkannt, dass so ein Mega-Monitor die Käufer in den Bann schlagen kann. Doch das, was Mercedes da jetzt in seinem zu erwartenden Elektroflaggschiff EQS an den Start bringt, sprengt im wahrsten Sinne des Wortes jeden Rahmen. Der als Hyperscreen angekündigte Super-Monitor deckt nämlich das komplette Armaturenbrett von einer Fahrzeugseite bis zur anderen ab.

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Die Informationseinheit für den Fahrer bietet unterschiedliche optische Darstellungen.

(Foto: Mercedes)

Na gut, genau genommen handelt es sich um drei einzelne OLED-Bildschirme, die unter einer spiegelfreien Glasfläche vereint werden. Zwei riesige hinterleuchtete Lüftungsdüsen flankieren das Touchscreen-Dashboard an den Seiten. In Summe bieten die drei Bildschirme eine nutzbare Fläche von etwa einem Viertelquadratmeter. Bei der Informationseinheit für den Fahrer, also der hinter dem Lenkrad, ist Mercedes sich optisch treu geblieben. Rechts daneben, also mittig platziert, ist jetzt der Zentralmonitor.

Alles mit einem Wisch

Im Kern beherbergt er neben der Kartenansicht des Navigationssystems die Steuerung des Multimediasystems und die Einstellungen für das Ambientelicht, Massagefunktionen und andere Annehmlichkeiten. Aber auch die Klimaautomatik und die Scheibenheizungen werden über den Touchscreen gesteuert. Vor dem Beifahrer schließlich ist das dritte Display verortet, auf dem während der Fahrt auch Filme gestreamt werden können. Ist dieser Monitor inaktiv, wird er mit Ziergrafiken bespielt, die sich in das Gesamtambiente einpassen. Um den Blick bei der Bedienung nicht zwingend auf den Monitoren haben zu müssen, sorgen insgesamt 12 Vibrationsmotoren für ein haptisches Feedback.

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In der Mitte präsentiert sich wie gehabt auch im Mercedes EQS das Navi. Nur eben viel größer als gewohnt.

(Foto: Mercedes)

Gesteuert wird die Darstellung auf den drei Bildschirmen über die neueste Ausbaustufe des bereits 2018 auf der CES präsentierten und erstmals in der Mercedes A-Klasse eingeführten MBUX-Bediensystems. Künstliche Intelligenz soll dabei eine Überfrachtung der Bildschirmgrafik verhindern und dem Fahrer immer die passenden Funktionen anbieten. Wie bereits im Vorgängersystem ist die Software in der Lage, sich wiederholende Ereignisse zu speichern und zur Routine zu machen.

Wer also auf dem Weg nach Hause häufig einen bestimmten Kontakt anruft, bekommt einen entsprechenden Anruf künftig an diesem Wochentag und zu dieser Uhrzeit vom System vorgeschlagen. Wer häufiger die Massagefunktion aktiviert, sieht direkt nach dem Einsteigen die entsprechende Schaltfläche, die ihm genau das anbietet. Seine Premiere wird der Hyperscreen in der ersten Jahreshälfte im Mercedes EQS feiern.

Das Alleinstellungsmerkmal

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Wird der Screen des Beifahrers im Mercedes EQS nicht benutzt, passt sich sein Bild in das Innendesign ein.

(Foto: Mercedes)

Was der Kunde für das kommende E-Flaggschiff, das bis zu 700 Kilometern stromern soll, bezahlen wird, hat Mercedes natürlich noch nicht bekannt gegeben. Fakt ist aber, das die Stuttgarter beim Trend zu Riesenbildschirmen erneut einen enormen Sprung gemacht haben. Denn an die Form, dass sich mehrere Monitore direkt im Dashboard befinden, hat sich bis dato noch kein Hersteller gewagt. Selbst Teslas großer Monitor im Model S, der allerdings auch schon 2009 eingeführt wurde, wirkt dagegen abgeschlagen.

Sogar das großzügig dimensionierte Bildschirmsystem in der neuesten Mercedes S-Klasse kann hier nicht mehr mithalten. Und wenn wir schon die größten Screens Revue passieren lassen, darf natürlich auch der fulminante Monitor, den der chinesische Hersteller Byton in seinen Autos verbaut hat, nicht unerwähnt bleiben. Allerdings wurde die Markteinführung des Fahrzeugs aufgrund finanzieller Schwierigkeiten immer wieder verschoben.

Quelle: ntv.de, hpr