Wirtschaft

Produktion wird hochgefahrenTesla will in Grünheide weitere 1000 Mitarbeiter einstellen

25.06.2026, 15:57 Uhr
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Mitarbeiter der Fabrik in Grünheide sollen bald neue Kollegen begrüßen. (Foto: picture alliance/dpa)

Für Tesla läuft es in Europa lange sehr schlecht, zuletzt deutet sich aber eine kleine Trendwende an. Im Werk in Grünheide reagiert man darauf und will die Produktion steigern. Auch mit zusätzlichem Personal. Die Pläne reichen aber noch weiter.

Der US-Elektroautobauer Tesla will seine Produktion im deutschen Werk in Grünheide nochmals hochfahren und 1000 weitere Mitarbeiter einstellen. Das Unternehmen kündigte an, dass ab Oktober mit der Steigerung des Produktionsvolumens um erneut ein Fünftel auf dann 7500 Fahrzeuge pro Woche begonnen werden soll. Das habe die Geschäftsführung auf einer Betriebsversammlung bekannt gegeben.

Im April hatte Tesla angekündigt, bis Ende Juni rund 1000 neue Mitarbeiter im einzigen europäischen Autowerk einzustellen. Ab Juli beginnt nach Unternehmensangaben die Steigerung um ein Fünftel auf 6200 Fahrzeuge pro Woche.

Die Rekrutierung der 1000 Beschäftigten wird sich nach Angaben einer Sprecherin noch über den Monat Juli hinziehen. Rund 700 Mitarbeiter seien bereits eingestellt, sagte sie. Vor etwas mehr als zwei Jahren arbeiteten bei Tesla in Grünheide rund 12.400 Menschen. Dann sank die Zahl um 1700 bis zu diesem Jahr. Mit den neuen Plänen wären es in der Autoproduktion dann 12.700 Mitarbeiter.

220 Millionen Euro für Batteriezellfertigung

Der Autobauer plant auch, mehr als 1500 Beschäftigte für die Batteriezellfertigung in Grünheide bei Berlin neu einzustellen. Knapp 250 Millionen US-Dollar - umgerechnet rund 220 Millionen Euro - will Tesla nach bisherigem Plan investieren, um die Voraussetzungen für eine Produktion von 18 Gigawattstunden Batteriezellen pro Jahr in Grünheide zu schaffen. Auch für diesen Bereich sei die Rekrutierung "in vollem Gange", sagte die Sprecherin. "Wir benötigen hier sehr viele Fachkräfte, weshalb sich die Einstellungen etwas schwieriger gestalten."

"Zusammen mit der Einstellung von 1500 Mitarbeitenden für den Hochlauf der Batteriezellfertigung sprechen wir von 3500 zusätzlichen Arbeitsplätzen, die kurz- und mittelfristig im Bereich der Fahrzeug- und Batteriefertigung in der Gigafactory Berlin-Brandenburg geschaffen werden", teilte Tesla mit. Auch rund 500 Leiharbeitnehmer sollten im Laufe des Jahres übernommen werden.

Der Elektroauto-Pionier hat sich offensichtlich vom Absatzeinbruch im Vorjahr erholt. Seit einiger Zeit zeigt sich eine Trendwende. Im Mai wurden 5111 Teslas in Deutschland zugelassen, das war nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts ein Plus von 322 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Damit hatte Tesla einen Marktanteil von 2,1 Prozent.

Mit der geplanten Beschäftigungsoffensive könnten auch die Pläne für einen Ausbau der Produktionskapazität am Standort in Grünheide näherrücken. Die Fabrik in Berlin-Brandenburg öffnete im März 2022. Tesla peilte in einer ersten Phase eine Produktion von 500.000 Autos im Jahr an. Diese Zahl sollte mit einem Ausbau auf eine Million im Jahr verdoppelt werden. Mit 7500 Fahrzeugen pro Woche wären es rechnerisch rund 375.000 im Jahr.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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